28. Dezember 2012, 12:27

US-Etatstreit drückt den Dollar

Der Euro steht zum US-Dollar weiterhin über 1,32 bei 1,3249 Dollar. Der Etatstreit in den USA belastet weiter, Präsident Obama will heute einen letzten Einigungsversuch in diesem Jahr starten. Doch 2013 könnte die Luft für den Euro auch wieder rauer werden. Denn die Europäische Zentralbank (EZB) hat nach den Worten von Ratsmitglied Luc Coene noch Spielraum für Anpassungen bei den Leitzinsen – nach unten logischerweise. Es gebe immer noch Raum weiterzugehen sagte das Ratsmitglied im Interview mit der belgischen Zeitschrift Trends/Tendances. Das wiederum könnte den Euro belasten, denn Dollar und Yen sind auf der Zinsseite schon ganz unten, haben hier kaum mehr Potenzial.

 
29 Sieger und nur ein wirklicher Verlierer
 
Die letzten Handelstage haben auch der Telekom noch einmal geholfen, so dass im DAX 2012 nur ein wirklicher Verlierer bleibt: E.ON. Kein Wunder – Dividendenchaos, Gewinnwarnungen und Margendruck sind einfach zu viel des Guten. Doch der wahre  DAX-Sieger 2012 ist schon eine Sensation und man darf gespannt sein, ob dies ab kommenden Mittwoch so weitergehen kann: Denn die Lufthansa steht ganz oben mit plus 57 Prozent seit Jahresbeginn. Geschüttelt von Streiks und Krisen im Businessgeschäft und doch ganz vorn – weil der Markt an eine Erholung und an das Funktionieren des Sparprogramms glaubt.
 
Letzte Daten 2012
 
Die letzten Daten in diesem Jahr kommen natürlich aus den USA. Um 16 Uhr gibt es die anstehenden Hausverkäufe für November, die noch beeinflusst von Hurrikan Sandy besser ausfallen könnten als gedacht. Danach gibt es um halb fünf noch Daten zum Ölmarkt. Der Ölmarktbericht der Woche ist vor allem deshalb sehr spannend, weil Brent und WTI gestern eine satte Rally hinlegten, auf 111 und 91 Dollar anzogen. Der Spread zum Jahresende liegt also exakt bei 20 Dollar, doch die reinen Kurse signalisieren eine Konjunkturerholung für 2013. Ob der Spread 2013 zusammen laufen wird, hängt vor allem davon ab, wie sich die Energieversorgung der USA entwickelt – Stichwort Schiefergasförderung.
 
Metalle stabil zum Jahresende
 
Kurzfristig hatte es so ausgesehen, als sollten Gold und Silber nach unten durchgereicht werden. Doch die Hoffnung auf eine Einigung im Haushaltsstreit der USA und damit frisches Geld hält Gold bei 1663 Dollar, Silber notiert um die wichtige 30-Dollar-Marke. Bei den Industriemetallen geht Kupfer volatil aus dem Jahr, auf den jüngsten Absturz folgte gestern eine Erholung auf 7935 Dollar.
Mit unseren Analysen zu Edelmetallen, Öl, Indizes und Aktien werden wir auch 2013 wieder für sie da sein – los geht es dann am kommenden Mittwoch, wenn die Märkte das neue Jahr eröffnen. Bis dahin einen guten Rutsch ins neue Jahr und weiterhin viel Spaß mit unseren Ausblicken.

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