Aktien CFD

Mit Aktien CFDs handelt der Anleger auf Kursdifferenzen von beliebigen in- und ausländischen Aktien.

Nicht alle CFD Broker bieten den Handel mit Aktien CFDs an. Dies ist zum einen in der niedrigeren Nachfrage nach Aktien CFDs begründet. Der Großteil des CFD Marktes spielt sich bei Index-CFDs, gefolgt von Währungs- und Rohstoff-CFDs ab. Zum anderen fallen bei Aktien CFDs weitere Gebühren an (die in etwa der Höhe eines Aktienkaufes bei einem Onlinebroker entsprechen). Trotz der weiteren Gebühren beim Handel mit Aktien-CFD hat der Anleger einen Liquiditätsvorteil gegenüber dem Direktinvestment in eine Aktie, da der Investor nur einen Teil des Aktien-Gegenwertes als Margin hinterlegt.

Maximal mögliche Hebel

CFDs werden üblichwerweise mit einem Hebel gehandelt. Das bedeutet, dass nur ein Teil des Handelsgegenwertes als Margin auf dem CFD-Konto hinterlegt sein muss. Um zum Beispiel 100 Allianz-Aktien handeln zu können, müsste bei einem Allianz-Kurs von 90? normalerweise ein ?-Gegenwert von 9.000 ? als Margin hinterlegt werden. In dem Fall wäre der Hebel gleich 1.

Seit der ESMA-Intervention aus 2018 darf der Hebel für Aktien-CFDs den Faktor 5 nicht überschreiten. Im Beispiel der 100 Allianz-Aktien würde dies eine Sicherheitsleistung von Minimum 1.800? erfordern. Die Hebelbeschränkung ist für alle Aktien-CFDs gleich hoch, unabhängig davon, um was für eine Aktie und welchen Referenzmarkt es sich handelt.

Aktien-CFD werden bei den meisten Brokern zum realen Kurswert gehandelt. So notieren Aktien-CFDs auf deutsche Aktien oft zu Xetra-Preisen. Der Handel mit Aktien-CFD ist an die Handelszeiten der Börse gekoppelt, an denen die Aktie gehandelt wird. Im Beispiel einer deutschen Aktie also von 9:00 bis 17:30 Uhr.

Kriterien bei der Wahl des richtigen Brokers für Aktien CFDs sind

  • die Höhe der Order-Gebühren
  • Spread zwischen Ankaufs- und Verkaufskurs
  • ggf. Finanzierungskosten bei Long-Positionen

Wer viel mit Aktien-CFDs handelt, sollte die Konditionen der Broker vergleichen.

Auswirkung einer Dividendenzahlung auf den Aktien-CFD

Hat der CFD-Anleger eine Long-Position auf eine Aktie eröffnet und es wird eine Dividende in dieser Aktie ausgeschüttet, so erhält der CFD-Anleger einen Barausgleich in Höhe der Dividendenzahlung. Umgekehrt verhält es sich, wenn eine CFD-Short-Position in der Aktie gehalten wird. Hier wird das Konto des Anlegers in Höhe der Dividende belastet. Der CFD vollzieht dagegen den Kurs des Underlyings 1:1 mit. Am Tag der Dividendenausschüttung verliert die Aktie in der Regel an Wert. Durch den Barausgleich haben CFD-Anleger keinen Nachteil.

Finanzierungskosten bei Aktien CFDs

Werden CFD-Long-Positionen über Nacht gehalten, wird eine Finanzierungsgebühr fällig. Die Höhe der Finanzierungskosten richtet sich meist nach den offiziellen Interbankenzinssätzen (EURIBOR, LIBOR oder EONIA) zuzüglich einer brokerindividuellen Gebühr.

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