Breaking: onvista bank stellt Geschäftsbetrieb Ende 2025 ein

Nun ist es offiziell! Die onvista bank wird den Geschäftsbetrieb Ende 2025 komplett einstellen. Seit 2024 werden bereits keine Neukunden mehr angenommen.

Wie broker-portal24.de und brokerexperte.de zuerst berichteten, wurde es nun in einer offiziellen Verlautbarung der Bank an ihre Kunden bestätigt.

Darin heisst es:
Die Commerzbank AG hat sich in der künftigen Geschäftsausrichtung für eine Zwei-Marken-Strategie entschieden und wird sich auf die Marken Commerzbank und comdirect konzentrieren.

Wundert uns das?
Nein, nicht wirklich. Die onvista bank erlebte ihre Hochphase in den Nuller- und Zehnerjahren. Damals investierte die französische Socièté Générale viele Millionen in den Frankfurter Onlinebroker, der vorher unter dem Namen „Fimatex“ firmierte. Durch den Zusammenschluß mit dem Finanzportal onvista.de und damit den Zugriff auf hunderttausende von Nutzern des Finanzportals, erhoffte sich der französische Eigner viele Kunden für den Broker.

Das Unterfangen scheiterte aber, trotz erheblicher Bemühungen. An die Platzhirsche Flatex, Consorsbank und comdirect reichte die onvista bank nie heran. 2017 wurde die Bank und das Finanzportal an die comdirect veräußert. Dort wurde die onvista bank als Low-Cost-Marke weitergeführt. Investitionen blieben aus. Das Handelsfrontend ist heute noch auf dem Stand von 2013. Eine Trading-App gibt es bis heute nicht. Der Grund dafür, das komplette Kernbank-System liegt nach wie vor bei den französischen Ex-Eignern. Eine Migration auf die Systeme der comdirect hat nie stattgefunden. Daher ergeben sich aus der Marke onvista bank keine Synergien.

Folgerichtig hat die Commerzbank nun beschlossen, die Marke onvista bank abzuwickeln.

Wichtig: hier geht es nur um die „onvista bank“. Das Finanzportal onvista.de ist davon natürlich nicht betroffen. Der Betreiber des Finanzportals ist die onvista media GmbH und diese hat mir der Bank gesellschaftsrechtlich nichts zu tun.

Wie geht es für die Bestandskunden nun weiter?

Zunächst einmal gibt es keinen Handlungsdruck. Denn das kommunizierte Ende des Geschäftsbetriebes wurde mit „Ende 2025“ benannt.

Trotz der ausbleibenden Investitionen hatte die onvista bank einen treuen Kundenstamm von ca. 250.000 Kunden. Diese schätzen das Festpreismodell und die große Auswahl an Handelsplätzen und handelbaren Wertpapieren. So konnten von Aktien, Anleihen bis zu CFDs, Futuresd und Optionen alles über ein Konto gehandelt werden.- Das Handelsfrontend war zudem insbesondere im Bereich „Realtime-Trading“ überdurchschnittlich performant. So wurden die Orderanfragen an sämtliche Handelspartner per Quote-Request gesendet und der User konnte sich in Sekunden für den besten Geld- oder Briefkurs entscheiden.

Das was der Commerzbank vorschwebt, ist sicher, dass ein Großteil der Kunden zur hauseigenen comdirect wechselt. Erste Marketingbemühungen zeigen dies.

Tatsächlich ist das Leistungsspektrum der comdirect dem der onvista bank ähnlich. Allerdings liegen die Konditionen der beiden Broker weit auseinander. So ist die comdirect ein Volumenbroker, bei dem jeder Trade mind. knapp 10 Euro kostet und die onvista bank bietet ein Festpreismodell, wo der Trade gerade mal 7,00? kostet.

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