30. Mai 2012, 10:53

Morning Call vom 30.05.2012 von Michael Hewson, FX-Analyst von CMC Markets

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute erhalten Sie aus Zeitgründen lediglich die Betrachtung der Währungspaare.

EURUSD ? der Euro gibt weiter nach und rutschte gestern zum ersten Mal seit Juli 2010 unter die Marke von 1,2500, nachdem gestern eine Konsolidierung über 1,2600 scheiterte.

Ein bedeutender Widerstand hat sich seit Montag bei 1,2620/30 herausgebildet. Ein kurzzeitiger Ausbruch wie die Hochs der vergangenen Woche bei 1,2820/30 wird dadurch derzeit unterbunden.

Die Gefahr der Tiefstkurse aus dem Jahre 2010, als das erste Rettungspaket für Griechenland geschnürt wurde, schwebt über dem Euro. Auch wenn bei 1,2150 (Tiefststand Juni 2010) eine zwischenzeitliche Unterstützung möglich ist, sind Verluste der Einheitswährung bis auf 1,1880 denkbar.

GBPUSD ? das britische Pfund schafft es nicht, eine Kursrallye gegenüber dem US-Dollar an den Tag zu legen. Es rutschte zunächst unter die Unterstützung bei 1,5645 und eine Kursumkehr gelang erst bei 1,5610.

Es scheint nun sicher, dass weitere Verluste bis auf 1,5530 anstehen. Auch ein Rückgang bis auf das diesjährige Jahrestief bei 1,5230 ist denkbar.

Bei Kursgewinnen wird das Pfund auf einen Widerstand bei 1,5670 treffen. Weiter oben folgt dann das aktuelle Wochenhoch bei 1,5730. Schließlich zeichnet sich eine bedeutende Widerstandszone im Bereich um 1,5770 ab. Hierbei handelt es sich um 50% Fibonaccilevel der selben Aufwärtsbewegung.

EURGBP ? der Euro setzt sein Range Trading im Korridor zwischen dem Widerstand bei 0,8040 und der Unterstützung bei 0,7980 fort. Jedoch besteht die entscheidende Unterstützungszone bei der Marke von 0,7950; dem gegenwärtigen Monatshoch.

Die Zeichen stehen insgesamt auf Verkäufen, da der Euro nach wie vor unter dem Wert von 0,8100 notiert. Diese Barriere hat neuerdings alle Ansätze einer Kursrallye unterbunden.

Die relativ bullische Kerzenformation vor zwei Wochen schien, wie sich nun abzeichnet, weniger wegweisend gewesen zu sein. Dennoch ist Vorsicht geboten, da auch in der Folge Verkäufe bis 0,7950 ausblieben.

Bei einem Abrutschen unter 0,7950 schließlich sind Verluste bis auf 0,7845 möglich und darüber hinaus bis in die Nähe der Novembertiefs aus dem Jahr 2008.

USDJPY ? der US-Dollar findet Unterstützung im Bereich um 79,00. Dennoch gibt es nach wie vor Verkaufsdruck auch wenn sich die US-Währung über dem dem 200-Tage bei 78,60 hält.

Solange kein Ausbruch oberhalb des Widerstands bei 80,40 gelingt, besteht die Gefahr neuerlicher Verluste bis auf 78,50 und in Nähe des 200-Tage MA.

Für eine langfristige Konsolidierung muss der US-Dollar über 80,42 notieren.

Quelle: http://www.cmcmarkets.com

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