26. März 2013, 15:56

Gekko Global Markets – Wohin geht’s denn bitte?

Die DAX-Entwicklung zum gestrigen Handelsschluss war nicht wirklich beruhigend. Recht rasant ging es auf 7.850 Zähler, heute früh erholt sich der Markt nur kurz und liegt dann nach Handelsstart bei 7.870 Punkten. Besonders die Aussagen von  Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem belasten. Er ist der Ansicht, dass Länder mit einem übergroßen Bankensektor diesen verkleinern müssten, dazu warnte er Länder wie Luxemburg oder Malta, ihre Schwierigkeiten rechtzeitig anzugehen. Dies irritiert Investoren nach wie vor, denn Finanzminister Schäuble hatte bisher in Sachen Zypern von einem Einzelfall gesprochen. Das Kuriose am Vorfall: Kurz nach seiner ersten Äußerung revidierte Dijsselbloem seine Aussagen zum Teil schon wieder. So schürt man Verunsicherung.

 
Euro reagiert nur kurz
 
Angesichts derart warnender Stimmen muss man sich nicht wundern, dass der Euro nur einen kleinen Erholungsschritt wagt. Er liegt zum US-Dollar bei 1,2850 Dollar, wird jetzt die Unterstützung bei 1,28 Dollar wohl ein weiteres Mal testen. Auch die anderen Konkurrenzwährungen lassen dem Euro keine Luft zum Atmen. So fällt er zum australischen Dollar bedenklich stark unter 1,23 Dollar zurück, verliert auch gegen den Yen auf jetzt nur noch 121,08 Yen. Im gleichen Zug gibt auch der Nikkei deutlich ab, kein Wunder da man bisher doch auf die Schwäche des Yen gesetzt und darauf fast die gesamte Housse der letzten Monate aufgebaut hatte.
 
Fed denkt nach
 
Das werden die Investoren in den USA nicht gerne hören: Die US-Notenbank denkt offenbar darüber nach, ihr Anleihenkaufprogramm QE.3 etwas zurückzufahren. Man sieht das Momentum der US-Wirtschaft anscheinend als sehr gut an. Ob dem wirklich so ist, wird man schon heute Nachmittag wieder sehen. Dann stehen in den USA um 14 Uhr Zahlen vom Häusermarkt an, angegeben über den Case-Schiller-Hauspreisindex. Weiter geht es um 15 Uhr mit dem Konsumentenvertrauen, geschätzt auf 68 Punkte und gleichzeitig mit den Verkäufen neuer Häuser, erwartet mit 422.000. Zeitgleich steht auch noch der Richemond Fed-Index auf dem Plan.
 
Die Gewinner
 
Nach harten Tagen sehen die Anleger offenbar Erholungspotenzial bei der Deutschen Bank. Die Aktie wurde bis auf 31 Euro geprügelt, nun greifen Schnäppchenjäger zu. Anders als bei der Commerzbank, die den DAX von unten abrundet. Hier hängen die schlechten Nachrichten und die Kapitalerhöhungen wie Blei am Kurs, bei 1,15 Euro muss man aufpassen nicht nach unten durchgereicht zu werden. Positive Nachrichten gibt es von Kuka: Der Roboterhersteller rechnet im laufenden Jahr dank des anhaltenden Trends zur Automatisierung mit einem leichten Umsatz- und Ergebnisplus. Die Einnahmen würden auf etwa 1,8 Milliarden Euro von zuletzt 1,74 Milliarden Euro steigen.

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