2. Juli 2013, 09:48

Gekko Global Markets- Positiver Einkaufsmanager

Die gestrigen Daten vom ISM-Einkaufsmanagerindex zeigen das derzeitige Dilemma der US-Wirtschaft und damit der US-Notenbank sehr gut auf. Der Gesamtindex fiel im Mai mit 50,9 Prozent nicht nur positiv aus, sondern auch die Analystenerwartungen wurden übertroffen. Der Sub-Index der Neuaufträge war mit 51,9 Prozent ebenfalls sehr erfreulich, genau wie der Produktionsindex mit 53,4. Das Dilemma wird am Beschäftigungsindex sichtbar: Er sank auf 48,7 Prozent und war damit sehr schwach und signalisiert für den großen monatlichen Arbeitsmarktbericht tendenziell schwächere Zahlen.

Doch keine Änderung der US-Geldpolitik?

Die US-Wirtschaft gewinnt weiter an Schwung, aber die Beschäftigungszuwächse bleiben aus. Da die US-Notenbank mit ihrer expansiven Notenbankpolitik aber nicht nur die Wirtschaft ankurbeln, sondern auch die Arbeitslosigkeit senken will, könnte die aktuelle Geldpolitik mit ihren umfangreichen Anleihekäufen doch noch eine Weile anhalten. Für den kommenden Freitag haben Analysten haben ihre Erwartungen für die Zahl der neugeschaffenen Stellen im Juni schon auf aktuell 155.000 deutlich abgesenkt.

Rohstoffe mit Comeback

Die positiven Effekte überwiegen und zeigen sich heute früh auch in steigenden Notierungen in Japan und den meisten anderen asiatischen Ländern. China bleibt weiterhin eine Sondersituation und kann mit der Performance anderer asiatischer Länder nicht mithalten. Gut erholt zeigen sich auch die Rohstoffe, allen voran die arg gebeutelten Edelmetalle. Nach einem deutlichen Anstieg gestern, können sie heute früh ihre Gewinne halten, Gold liegt wieder bei rund 1260 USD. Der Ölpreis gibt zwar leicht nach, liegt aber bei WTI immer noch auf einem hohen Niveau bei fast 98 USD.

Australischer Dollar schwächelt

Die Notenbank Australiens lässt die Leitzinsen wie erwartet unverändert bei 2,75 Prozent. Dennoch tendiert die Währung des Landes schwächer, weil die Notenbank eine Zinssenkung in Aussicht gestellt hat. Der Inflationsausblick gäbe weitere Spielräume. Auch der Yen neigt zur Schwäche und notiert gegenüber dem USD wieder bei knapp 100 Yen. Noch stärker verliert die japanische Währung gegenüber dem Euro, der wieder die Marke von 130 Yen geknackt hat. Der DAX notiert aktuell leicht höher als zum gestrigen Schlusskurs bei 7995 Punkten.

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