22. Juli 2013, 10:32

Gekko Global Markets – McDonalds präsentiert, Apple wartet

Ein ruhiger Wochenauftakt in Frankfurt, gute Gewinne bei Philips und ein vorbörslicher DAX von 8.365 Zählern. Zeit und Luft, über den Tellerrand zu blicken. In den USA darf heute McDonalds zeigen, ob man das zweite Quartal besser oder schlechter als erwartet hinter sich bringen konnte. Um 14 Uhr gibt es die Ergebnisse der Burgerkette. Nachdem am Donnerstag Google und Microsoft patzten, lieferten zum Wochenausklang der Ölausrüster Schlumberger und General Electric ein ordentliches Zahlenwerk ab. Der Mischkonzern profitiert von seinem Sparprogramm und steigerte die Marge im Industriesegment um 50 Basispunkt. Positiv stimmt auch die gute Entwicklung im US-Geschäft. Ein weiterer Beleg für die kontinuierliche Erholung der amerikanischen Wirtschaft, nachdem bereits in den vergangenen Wochen zahlreiche Konjunkturdaten positiv überraschten. Heute Abend läuft bei uns übrigens ein Spezial-Webinar, in dem speziell Apple auf den Prüfstand kommt. Denn am Dienstag um 22.15 Uhr liefert der Gigant seine Zahlen.

Spannung um K+S

Manch einer wird sich noch Jahre zurück erinnern, als Aktien aus dem Kalisektor herumgereicht wurden wie einst heiße Technologietitel. Potash, Yara und K+S ? niemand kam um sie herum. Seither geht es für K+S nur abwärts, auch 2013 sieht es düster aus. Seit Jahresbeginn sank der Wert um 27 Prozent und letzte Woche gestern legten die Experten von Barclays mit einem reduzierten Kursziel nach. Rückenwind kommt nun ausgerechnet von der Konkurrenz, genauer gesagt aus Norwegen. Yara überraschte auf der Gewinnseite zuletzt.  K+S-Chef Norbert Steiner dürfte dennoch einige schlaflose Nächte haben. Laut Gerüchten wollen einige Aktionäre den Konzernlenker wegen der miesen Performance aus dem Amt jagen. Kein leichtes Unterfangen, denn die Aktionärsstruktur des Düngemittelkonzerns ist sehr zersplittert.

Commerzbank und Deutsche Bank: Unterschiedliche Ziele

Auf Erholungskurs befinden sich auch die beiden Bankaktien. Hier sorgen zwei Studien von Goldman Sachs für Gesprächsstoff. Die Goldmänner bewerten die Aktie der Nummer zwei in Deutschland zwar nur mit ?Neutral?, dass Kursziel liegt aber bei 10,10 Euro, satte 53 Prozent über dem aktuellen Niveau. Für die Deutsche Bank lautet hingegen das Votum ?Verkaufen?, Kursziel 35,30 Euro. Kämpfen muss nun SAP. Nach den mauen Quartalszahlen vom Donnerstag trauen die Analysten der Softwareschmiede nicht mehr ganz so viel zu. Commerzbank und JP Morgan sehen den fairen Wert bei 62 Euro, nur Goldman Sachs springt mal wieder aus der Reihe und sieht durchaus einen Anstieg bis auf 77 Euro, was einem Rekordhoch entsprechen würde. In unserem Countdown zur Bundesliga standen die Walldorfer am Freitag im Rampenlicht, heute ist Augsburg dran.

WTI ? es läuft wie geschmiert

Und täglich grüßt? der steigende Ölpreis. Zumindest die Notierung für das schwarze Gold aus den USA. Während der Brent-Kurs bei 109 Dollar je Barrel ?parkt?, legt WTI weiter auf 16-Monatshoch. Die Preisdifferenz schrumpft zugleich mit weniger als einen US-Dollar auf das geringste Niveau seit August 2010. Vor allem die Terminkurve gilt es nun genau zu verfolgen. Die Preisdifferenz zwischen dem nächstfälligen WTI-Kontrakt und dem in sechs Monaten liegt nun bei mehr als sechs Dollar, d.h. die Backwardation bei WTI hat sich weiter verstärkt. Bis vor drei Monaten war die Terminkurve noch in Contango.  WTI wird somit für Anleger mit Blick auf Rolleffekte zunehmend interessanter.

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