2. April 2013, 10:19

Gekko Global Markets – Japan unter Druck

Die Börse ist keine Einbahnstraße und nach unten geht es schneller als nach oben. Wahrlich keine neue Erkenntnis, wir hatten sie aber in den letzten Tagen in Bezug auf Japan immer mal wieder erwähnt. Und so ist es auch gekommen. Der Nikkei verliert innerhalb kurzer Zeit 500 Punkte und findet sich heute bei 12.000 Zählern wieder. Der Yen ist deutlich zum Euro erstarkt, legt auch gegen den US-Dollar auf 92,80 Yen zu. Beim Euro sind es 119,25 Yen, die für einen Euro fällig sind, es waren schon einmal 125 in den letzten Wochen. Die Rally ist also gestoppt, am Devisen- und parallel fast logisch am japanischen Aktienmarkt.

 Apple muss kämpfen

Das ehemals so strahlende Image von Apple hatte durch Kartendesaster, ewige Streitigkeiten mit Samsung und fehlerhafte Produkte schon genug Risse bekommen. Hinzu kamen die Arbeitsbedingungen der Zulieferer in China. Nun kriecht der Boss selbst zu Kreuze ? in China. Nach heftiger Kritik über schlechte Behandlung chinesischer Kunden und unzureichende Garantiezeiten hat sich Chef Tim Cook bei den dortigen Konsumenten entschuldigt. Ein Mangel an Kommunikation habe den Eindruck erweckt, dass sein Unternehmen arrogant sei und die Meinung seiner Kunden nicht zu schätzen wisse. Dem ist nicht so versichert er. Die Imagepflege ist bitter nötig denn nach einer Erholung sackte die Aktie gestern wieder um 13 Dollar auf 428 Dollar ab.

Wochenausblick Teil 1

In Japan hat die Kursbewegung schon gezeigt, wie groß die Erwartung an die erste Notenbanksitzung des neuen Präsidenten Kuroda ist. Die Erwartungen an weitere geldpolitische Lockerungen sind hoch, schließlich wurden im Vorfeld weitere Maßnahmen angekündigt, um das Inflationsziel von zwei Prozent zu erreichen. In den USA kommen heute die Industrieaufträge, am Mittwoch dann der ISM für Dienstleistungen und die Rohöllagerbestände in den USA.

Wochenausblick Teil 2

Am Donnerstag folgt die Zinsentscheidung der Bank of Japan und jene der EZB, die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und Einkaufsmanagerindizes aus verschiedenen europäischen Ländern für den Dienstleistungssektor. Am Freitag stehen der große US-Arbeitsmarktbericht an und das Handelsbilanzsaldo. Zuvor werden noch die Auftragseingänge für die Industrie in Deutschland veröffentlicht. Vor allem der große Arbeitsmarktbericht in den USA wird es in sich haben. Für ihn gibt es mit dem ADP-Arbeitsmarktbericht morgen schon einen guten Seismographen. Sollte sich der Arbeitsmarkt deutlich verbessern, könnten erneut Spekulationen über eine schwächere US-Notenbankpolitik aufkommen. Dem Euro hilft übrigens der Wochenstart, er liegt mit 1,2855 Dollar wieder besser im Rennen. Der DAX startet mit 7791 unverändert.

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