28. Januar 2013, 11:39

Die Woche der Höchststände?

Wochenausblick Teil 1

 
Arbeitsmarkt, US-Notenbank-Sitzung, Konjunkturdaten oder Quartalszahlen – welche Vorlieben aktive Anleger auch haben, in dieser Woche ist für jeden etwas dabei. Der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter und die anstehenden Hausverkäufe, heute um 14.30 und 16 Uhr, machen da nur den Anfang, Sie werden jedoch eine erste Indikation sein, ob die Erholungstendenz in der US-Wirtschaft weitergeht. Doch auch wenn die Fakten und Zahlen in dieser Woche gut ausfallen werden, so steht der Dow Jones doch vor einer hohen Hürde, dem Allzeithoch. Fast zeitgleich mit dem DAX, der die 8.000-Punkte-Marke ins Visier nimmt und über der 8000er-Marke noch 150 Punkte vor der Brust hätte, fehlen dem Dow 270 Punkte. Beim S&P 500 sind es noch rund 60 Zähler bis zum Allzeithoch, auch hier ist der Weg also eigentlich nicht mehr weit.  
 
Wochenausblick Teil 2
 
Mitte der Woche gibt es konjunkturell dann die nächsten wichtigen Daten. Als erstes stehen die Zahlen zum US-BIP im vierten Quartal an und dann am Abend den Zinsentscheid der US-Notenbank mit anschließender Pressekonferenz. Hier werden dann die Zwischentöne entscheidend sein. Die Märkte könnte in die Enge treiben, wenn die FED Tendenzen erkennen ließe, ihre Anleihenkaufprogramme einzudämmen oder gar über eine Trendwende bei den Zinsen nachzudenken. Damit ist nicht zu rechnen, doch sollte man Überraschungen nicht als völlig abwegig abtun. Ebenfalls am Mittwoch gibt es aber auch noch den ADP-Arbeitsmarktbericht in den USA, der zuletzt oft nah am großen Arbeitsmarktbericht lag.
 
Rohstoffe ziehen an
 
Es könnte in der Tat eine Änderung der Gemengelage bei Gold und Silber sein: Seit Wochen zeigt sich Silber an starken Tagen fester als Gold und an schwachen Tagen oftmals besser im Markt. So wundert es nicht, dass Silber seit 1. Januar knapp fünf Prozent im Plus liegt, während Gold exakt auf Kurs vom Jahresbeginn liegt. Spielen die Investoren auch in den nächsten Monaten die Komponenten der industriellen Nachfrage und des Inflationsschutzes bei Silber, bei Gold aber eben nur den Inflationsschutz, so könnte die Schere weiter auseinander gehen. Gut tun würde dies all jenen, die auf einen neuen Anlauf nach oben bei Silber setzen. Denn die Marke von 50 US-Dollar ist 60 Prozent entfernt. Dagegen fehlen Gold nur 18 Prozent bis zum Allzeithoch.
 
Deutsche Bank besonders beachtenswert
 
Natürlich spielt der DAX auch heute bei vorbörslichen Kursen von nur rund 150 Punkten unterhalb der 8000 die wichtigste Rolle unter den Basiswerten. Doch die Deutsche Bank könnte diese Woche in den Fokus kommen. Zum einen stehen die Quartalszahlen am Donnerstag früh vor Börsenstart an, zum anderen ist die Aktie nach einem Rücksetzer auf das Ausbruchsniveau auch charttechnisch wieder spannend. Und zum dritten fehlt ihr im Gegensatz zum DAX auf lange Sicht eine Ewigkeit bis zu ihren alten Höchstständen. Diese lagen über 100 Euro. Wer also klassische Nachzügler spielen will, schaut sich die Deutsche Bank genau an. Zumal nämlich auch ihr KGV mit etwa 8 im niedrigen Bereich liegt.

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