5. April 2013, 11:07

Dax in der Rutsche – Draghi drückt Kurse

Nach einem zunächst von steigenden Preisen geprägten Kursgeschehen dreht der Dax in Folge eines sekptischen Ausblicks für die Eurozone seitens EZB-Chef Draghi in die Verlustzone. Auf einer Pressekonferenz der europäischen Zentralbank betonte Mario Draghi ausdrücklich die Risiken, die sich im zweiten Halbjahr belastend auf eine Konjunkturerholung in Europa auswirken können. Den Leitzins belassen die Notenbanker dagegen, vorerst, bei 0,75 Prozent. Selbiges gilt für den Entscheid der Bank of England, die den Leitzins ebenfalls unverändert bei 0,5 Prozent halten. Das deutsche Börsenbarometer quittiert die Aussagen des obersten europäischen Währungshüters mit einem Kursrutsch von knapp 100 Punkten.

Zudem belasten schwächer als erwartet ausgefallene Zahlen vom US-Arbeitsmarkt den hiesigen Aktienmarkt. Auf der anderen Seite des Atlantiks bleiben sowohl neue wie auch die weitergeführten, wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenhilfe hinter den Prognosen zurück. Im frühen Handel hatten noch Aussagen der japanischen Notenbank, ihre expansive Geldpolitik nochmals forcieren zu wollen, die Märkte gestützt. Demnach beabsichtigt die Bank of Japan u.a. in einem monatlichen Volumen von sieben Billionen Yen (circa 58 Mrd. Euro) staatliche Schuldtitel zu erwerben.

Am späten Nachmittag notiert der deutsche Aktienindex bei 7.811 Punkten 0,8 Prozent schwächer. Der Euro präsentiert sich bei 1,2853 US-Dollar 0,1 Prozent fester. Bei 1.559 US-Dollar pro Unze kann Gold seinen Tagesverlust ein Stück weit eingrenzen und und gibt derzeit 0,5 Prozent nach.   

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