14. Dezember 2012, 13:47

AUD/USD-Kurs im Aufwärtstrend

Von Oliver Bossmann, Marktanalyst

Auch wenn die australische Notenbank auf ihrer letzten Sitzung den Leitzins um 0,25 Prozent gesenkt hatte, um die australische Wirtschaft auf die unsichere konjunkturelle Situation des Jahres 2013 vorzubereiten, konnte der Austral-Dollar gegenüber dem US-Dollar aufwerten. Die Zinssenkung der Reserve Bank of Australia (RBA) verkleinert die Zinsschere zwischen den beiden Währungsräumen zu Ungunsten des Austral-Dollars und spräche für eine Abwertung. Jedoch war der Zinsentscheid von den Devisenhändlern erwartet worden und deshalb nicht mehr von hoher Relevanz für den Devisenkurs.

 

Schaut man sich im Chart die Kurssteigerungen des AUD/USD der letzten Wochen an, dann könnte der Eindruck entstehen, dass die Marktteilnehmer für 2013 eine bessere konjunkturelle Lage im asiatischen Raum erwarten als die RBA oder auch so manches Wirtschaftsinstitut.

 

Der ?Aussie? ist eine klassische Rohstoffwährung und wird von Devisenanalysten oft als eine ?Risk On?-Währung bezeichnet. Der Kurs des AUD/USD jedenfalls befindet sich unter einem wichtigen charttechnischen Widerstand, der an der Marke von 1,0620 USD verläuft. Nach einem erfolgreichen Durchbruch über den wichtigen Widerstand bei 1,0620 USD hinaus könnte als nächstes das Allzeithoch des Devisenpaares bei 1,11 USD zur Disposition stehen.

 

Aus charttechnischer Sicht ist der zuletzt aufgenommene Aufwärtstrend intakt und auf den ersten Blick positiv zu bewerten. Ein zweiter Blick auf das Marktsentiment zeigt, dass schon sehr viel Optimismus im Kurs vonseiten der großen Spekulanten enthalten ist. Betrachtet man den ?Commitment of Traders?-Report (CoT) der US-Commodity Futures Trading Commission (CFTC), so zeigt sich, dass die Netto-Long-Positionen der großen Spekulanten im AUD/USD-Future mit ca. 92.000 Kontrakten im historischen Vergleich als eine extreme Ausprägung angesehen werden könnten. Angesichts der klar bullishen Aufstellung der spekulativen Big Boys, die dem Trend des AUD/USD laut CoT-Bericht schon seit längerem mit einer sukzessiven Erhöhung der Long-Positionen folgten, stellt sich die Frage, wer jetzt noch den Austral-Dollar aus spekulativen Motiven heraus kaufen könnte.

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