Die Investoren wissen aktuell nicht so recht, was sie mit dem politischen Input der vergangenen Tage anfangen sollen. Nach den starken Gewinnen der vergangenen Monate sah das Rezept der meisten Anleger heute deshalb auf breiter Front Gewinnmitnahmen vor. Keine einzige DAX-Aktie im Plus ? das spricht Bände.
Fest steht, dass der Nebel in und aus Washington dichter wird. Aber auch der Kampf um die Stimmen im Superwahljahr 2017 in Europa ist längst eröffnet. Es ist zu erwarten, dass der Nebel von nun an eher noch dichter und die Sichtweite geringer werden wird. Anleger fahren daher zunehmend auf Sicht und ihre Risikopositionen runter, die Volatilität am Markt nimmt zu.
Auch die Euphorie über die Deregulierung des US-Bankensektors wollte nicht so recht nach Europa überschwappen. Der Grund liegt auf der Hand: Die Lockerung der Auflagen für US-Banken macht die europäischen Institute international weniger wettbewerbsfähig. In den USA wird es in naher Zukunft höhere Zinsen und weniger Regulierung geben. In Europa dagegen bleiben die Zinsen weiter tief und die Regulierungen hoch. Das führt zu einer wachsenden Wettbewerbsverzerrung im Finanzsektor.

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