2. Juni 2014, 17:11

Da waren’s nur noch acht – DAX scheitert erneut an der 10.000

Jens Klatt, 02. Juni 2014

Der DAX macht zum ersten Handelstag im Juni da weiter, wo er im Mai aufgehört hat. Der Index startete heute erneut den Anlauf auf die runde Zahl und scheitert. Diesmal fehlten nur noch knapp acht Punkte bis zur Marke von 10.000 Punkten. Am Nachmittag zogen dann enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA die Wall Street ins Minus und der DAX konnte gerade so die Marke von 9.900 Punkten verteidigen.

Aber egal ob 10.000 oder nicht, das bestimmende Thema unter den Anlegern ist und bleibt die Sitzung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag. Die Erwartungen sind hoch, und damit auch das Potenzial für Enttäuschungen, die sich in fallenden Kursen am Aktienmarkt widerspiegeln sollten. Denn vieles ist schon eingepreist. Allein eine Zinssenkung wäre eine Enttäuschung, diese ist bereits ausgemachte Sache. Von 52 befragten Bloomberg-Analysten gehen 47 von einer Zinssenkung aus. Entscheidend wird daher sein, was darüber hinaus noch kommt. Die Daten zur deutschen Inflation am Montag mit 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf dem niedrigsten Stand seit 2010 zeigen ganz klar, dass die EZB hier aktiv werden muss.

Heiß diskutiert wird aktuell, dass Banken Liquidität zur Verfügung gestellt wird, die dann zweckgebunden besonders am mittelständische Unternehmen weitergegeben wird, um das Kreditwachstum anzukurbeln. Allerdings, und das sollte bereits jetzt klar sein, wird dies Zeit benötigen, nicht von jetzt auf gleich auf die Realwirtschaft durchschlagen und sich damit positiv auf die Unternehmensgewinne auswirken.

Im Bezug auf den zu erwartenden DAX-Verlauf sehe ich weiter die Gefahr eines letzten kurzen Anstiegs über die 10.000er Marke ungefähr in den Bereich um 10.100 Punkte mit dann folgender Korrektur in Richtung 9.800 Punkte, im Börsen-Fachjargon auch unter „Buy the rumors, sell the facts“ bekannt.

Dieser Verlauf wäre übrigens ähnlich zu dem des Dow Jones in 1999, als dieser das erste Mal die 10.000er Marke überwand. Dem kurzen Lauf über die Schallmauer folgte ein Abverkauf von mehr als 200 Punkten mit einer anschließenden Rallye bis 11.000 Punkte. Der Unterschied zu damals allerdings: der NYSE-Leverage/Fremdkapitaleinsatz hatte nicht annähernd die heutigen Höchststände erreicht und das Fundament der damaligen Kurs-Rallye war um einiges stabiler.

DailyFX.de veröffentlicht täglich Artikel zu politischen und wirtschaftlichen Nachrichten und deren Einfluss auf die Märkte sowie technische Analysen zu Währungen, Rohstoffen und Indizes. Darüber hinaus finden Sie auf DailyFX.de eine Vielzahl praktischer Tools wie Handelssignale oder Markt-Alarme sowie einen umfangreichen Wirtschaftsdatenkalender. Außerdem twittert das Team von DailyFX den ganzen Tag zu den Finanzmärkten. @JensKlattFX folgen @DailyFX_DE folgen

Möchten Sie keine weiteren Einschätzungen zur Entwicklung auf den Finanzmärkten mehr erhalten, senden Sie mir bitte eine kurze E-Mail.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team von DailyFX

Daily FX, The Research Arm of FXCM Inc.
Forex Capital Markets (FXCM) Ltd.
Zweigniederlassung Deutschland
Nürnberger Straße 13
10789 Berlin
Tel. +49 (0)30 – 801 97 22 0
www.fxcm.de
info@fxcm.de

Pressekontakt
Kranch Media
Thomas Kranch
Parkstrasse 42c
21244 Buchholz i.d. Nordheide
Tel.: +49 151 1200 2535
E-Mail: tk@kranch-media.de

Über FXCM
FXCM Inc. (NYSE: FXCM) ist ein global agierender Online-Anbieter für den Forex-Handel und dazugehörige Dienstleistungen für private und institutionelle Kunden weltweit. Forex Capital Markets Limited (FXCM UK), die Tochtergesellschaft von FXCM in Großbritannien, hat eine Zweigniederlassung in Berlin (FXCM Deutschland), die in einigen Bereichen durch die Financial Services Agency in the United Kingdom und in anderen Bereichen durch die Deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht reguliert wird (BaFin Registrierungsnummer 122556).

Im Mittelpunkt des Angebotes von FXCM steht die No-Dealing-Desk-Orderausführung beim Forex Trading. Kunden profitieren von FXCMs umfangreichem Netzwerk von Forex-Liquiditätsanbietern, das es FXCM ermöglicht, ihnen für die wichtigsten Währungspaare sehr niedrige Spreads anzubieten. Vorteile für Kunden sind die Möglichkeit zum mobilen Trading, die Ein-Klick-Oderausführung und das Handeln direkt aus dem Chart heraus. FXCM UK und FXCM Deutschland bieten ihren Kunden außerdem CFD-Produkte ohne Re-Quotes an und ermöglichen es, Öl, Gold, Silber und Aktienindizes zusammen mit Forex auf einer Plattform zu handeln. Zudem engagiert sich FXCM für die Weiterbildung seiner Kunden im Forex Trading und bietet kostenfreien Zugang zu News und Marktrecherche über DailyFX.de.

Die Kommentare sind geschlossen.