Hebelbeschränkung durch die ESMA: 10 % der CFD Trader wollen Trading einstellen oder bei nicht EU-regulierten Brokern traden

Zum 1. August greifen die Hebelbeschränkungen durch die europäische Aufsichtsbehörde ESMA. Wie die CFD Kunden mit dem Thema umgehen, zeigt eine Umfrage des Brokers Admiral Markets.

Ab dem 1. August 2018 unterliegt der Forex- und CFD-Handel in Europa neuen, deutlich strengeren Regeln als bisher. Für alle Kunden in der EU bringt die Umsetzung der Richtlinien der Regulierungsbehörde ESMA einiges an Veränderungen. Insbesondere die Begrenzung der verfügbaren Hebel sorgt dafür, dass Handelsstrategien angepasst und neu überdacht werden müssen. Künftig ist für Forex-Majors ein Hebel von höchstens 30 und für Index-CFDs wie dem DAX30 von höchstens 20 vorgesehen (wir berichteten). Bei CFDs auf andere Basiswerte liegt er sogar noch tiefer.

Die meisten Kunden werden Tradingverhalten anpassen
Wie die Kunden auf diese Einschnitte reagieren, wollte der Broker Admiral Markets von seinen Kunden wissen und hat am 10. Juli eine Blitzumfrage unter aktiven Tradern im Rahmen eines Tradingwebinars durchgeführt. Von 293 Teilnehmern des Events haben 43% an der Umfrage teilgenommen und folgende Antworten gegeben:

  • 45 Prozent gaben in der Umfrage an, sich mit den geringeren Hebelstufen abzufinden und künftig damit zu handeln
  • 38 Prozent werden kleinere Ordervolumen bewegen
  • 24 Prozent planen, als Professional Clients zu traden, die von den Regulierungsmaßnahmen zum Schutz der sogenannten Kleinanleger nicht betroffen sind und weiterhin als Profi einen hohen Hebel erhalten können
  • 17 Prozent planen, deutlich mehr Handelskapital zu nutzen
  • 10 Prozent planen anderes, was beispielsweise die Einstellung des Handels von CFDs bedeuten kann oder auch die Suche nach Brokern, die nicht in der EU reguliert sind

Der CFD-Handel ist ab August weiterhin möglich, nur die Kapitalanforderungen werden deutlich erhöht, da aus der Sicht der ESMA zu viele Kleinanleger mit zu hohem Hebel zu viel Geld verlieren. Diese europaweite Regulierung ist in der Branche hochumstritten, insbesondere da die deutsche Aufsichtsbehörde BaFin erst im Herbst 2017 den CFD-Handel bereits überprüft und keine Hebelbeschränkung verfügt hat. Warum Aufsichtsbehörden bei Prüfung des gleichen Sachverhalts in so kurzer Zeit zu so unterschiedlichen Einschätzungen kommen, ist eine unbeantwortete Frage vieler CFD Trader.

Admiral Markets leistet Aufklärung mit „ESMA-Webinaren“
Laut Jens Chrzanowski, Leiter der Zweigniederlassung Berlin von Admiral Markets UK Ltd. haben sich die meisten Kunden mit dem Thema der ESMA-Regulierung inzwischen auseinandergesetzt, aber es würde immer noch eine große Nachfrage an qualitativ hochwertigen Informationen zu diesem Thema geben.

Admiral Markets wird die neuen Regeln bereits zum Wochenstart am 30.07.2018 umsetzen. Begleitet wird die Umstellung mit mehreren Webinaren, um möglichst viele Kunden mit den Neuerungen vertraut zu machen. So wird es in der Woche vom 30.07. bis 03.08.2018 werktäglich um 8:30 Uhr ein Webinar mit dem Namen „Guten Morgen ESMA“ geben. Im Rahmen des Webinars wird geschaut, wie sich DAX-Handelsstrategien mit den neuen Hebelgrößen umsetzen lassen. Mit ?Punkt ESMA? wird es einen zweiten wertäglichen Webinarschwerpunkt geben.

Der Terminplan der Webinare in der ESMA-Woche ist auf der Homepage von Admiral Markets unter https://admiralmarkets.de/wissen/webinare abrufbar.

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