26. Februar 2013, 12:35

Gekko Global Markets – Der italienische Patient

Mit Freude nach oben, das Jahreshoch im Blick, niedrige Volatilität – den DAX kann nichts aufhalten. So dachten die Investoren gestern bis zum Mittag. Doch die von uns schon angekündigte Problematik bei einem Patt in Italien scheint Wirklichkeit zu werden. Und so reagieren die Märkte ängstlich bis beinahe panisch. Das Resultat: 250 Punkte Tagesverlust vom Hoch zum Tief im DAX, 300 beim Dow Jones, negative Vorgaben aus Japan, ein EuroStoxx unter Druck. Mit anderen Worten, innerhalb weniger Stunden hat sich alles gedreht. Nun wird man die Wasserstandsmeldungen aus Italien genau beachten. Denn Unsicherheit mögen Märkte nicht, sie gibt Shorties ihre Chance. Daher liegt der DAX mit 7613 Zählern vorbörslich auch ordentlich hinten, der EuroStoxx wird auf 2563 Zähler gepreist.

 
Volatilität springt nach oben
 
Auch das Angstbarometer VDAX-New schnellt seit gestern Nachmittag nach oben. Rund 15 Prozent geht es nach oben und wer die Welt rosarot gesehen hat merkt nun: Absicherung einzelner Bestände, auch nur eine Teilabsicherung, kann sinnvoll sein, bespielsweise mit CFDs. Dies gilt nicht nur für Indizes, sondern auch für Öl und speziell für den Euro. Denn die Gemeinschaftswährung wird dank des italienischen Patienten durchgereicht. Von über 1,33 Dollar auf jetzt unter 1,31 Dollar. Auch zum japanischen Yen geht es bis 120,68 Yen nach unten ehe eine leichte Erholung auf 121 Yen erfolgt. Das gleiche Spiel zeigt sich gegen den Franken wo sogar die Marke von 1,21 Franken fällt.
 
Bayer glänzt
 
Der Leverkusener Pharmakonzern liefert in dieser Woche gute news: In den USA hat man die Erlaubnis erhalten, das Medikamt Stivarga nun breiter einzusetzen. Auch für die Deutsche Börse begann die Woche gut, doch ob die Gewinne halten muss sich heute zeigen. Gerüchte über eine Fusion mit der Chicago Mercantile Exchange (CME) haben die Aktie bis zum Abend kräftig angefeuert. Mit K+S ist in dieser Woche bisher eine Aktie gesucht, die charttechnisch wie fundamental recht vielversprechend aussieht. Sollte der Gesamtmarkt nicht völlig wegbrechen, könnte K+S nun endlich ins Laufen kommen.
 
Daten und Hoffnung auf Italien
 
Sollte im Laufe des Tages etwas Ruhe einkehren, dürften die Konjunkturdaten aus den USA ab 15 Uhr in den Fokus rücken. Es beginnt mit dem Case Schiller Hauspreisindex, erwartet mit einem Wert von 6,5 Prozent. Weiter geht es mit dem State Street Investor Index und dem Verbrauchervertrauen um 16 Uhr. Letzteres wird mit 62,5 Punkten recht gut erwartet. Spannend könnte nach den Spekulationen über den geldpolitischen Kurs der Fed auch die Rede von Ben Bernanke vor dem Bankenausschuss des US-Senats werden. Einmal pro Halbjahr spricht er dort und sicher wird man jedes Wort genau analysieren, ob und wie es eine Veränderung andeuten könnte.

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