Curated Trading mit den profitabelsten Kunden

Seit August 2018 sind die in Europa tätigen CFD- und Forex-Broker angehalten, die Verlustquoten ihrer Kunden zu veröffentlichen.

Hintergrund war die Anforderung der europäischen Finanzaufsicht ESMA die Transparenz im spekulativen CFD- und Forex-Markt zu erhöhen und unbedarfte Anleger stärker zu schützen. Zum einen regulierte die ESMA den Markt durch die Einschränkung von hohen Hebeln und zum anderen wurden die Transparenzvorschriften der Broker strenger definiert.

Berechnungsmethode offenbart Schwächen

Die ESMA hat den Brokern genau vorgeschrieben, wie die Verlustquoten zu errechnen sind. In die Berechnung fließen alle CFD-Trades der letzten 12 Monate der Retail-Kunden ein. Das heisst, dass Kunden mit professionellen Konten nicht in die Berechnung einfließen. Alle drei Monate soll die Berechnung aktualisiert werden. Allerdings handelt es sich dabei um relative Berechnungen, es wird dabei nicht beachtet, wie hoch das eingesetzte Kapital bei den gewerteten Trades war. Das ist ein Schwachpunkt der Messgröße, denn ein Verlusttrade von 100 ? wird genauso gewertet wie ein Gewinntrade von 10.000 ?.

Nextmarkets mit höchter Kundenprofitabilität

Diese Einschränkung vorweggeschickt, bleibt es trotzdem interessant die Verlustquoten der einzelnen Broker zu vergleichen, denn für alle Broker gilt die gleiche Berechnungsmethode.

Wir monitoren die Werte permanent und dabei fällt auf, dass nextmarkets die höchste Kundenprofitabilität vorzuweisen hat. Nur 61% der Kunden des Kölner Fintechs weisen eine höhere Anzahl an Verlusttrades als Gewinntrades auf. Was im ersten Augenblick negativ klingt, relativiert sich, wenn man sich die branchenweiten Durchschnitte anschaut. Branchenüblich sind Verlustquoten, die zwischen 75% – 80% liegen. Daher ist der von nextmarkets veröffentlichte Wert als überdurchschnittlich einzustufen! Nextmarkets hat diese Tage erstmals seine Verlustquoten öffentlich gemacht, denn als relativ junges Unternehmen hat das Unternehmen erst jetzt die 12-monatige Trade-Historie erreicht, die für die ESMA maßgeblich ist.

Ein Grund dafür könnte sein, dass das von nextmarkets etablierte „Curated“ Trading eine höhere Erfolgswahrscheinlichkeit hat, als Trading, bei dem die Kunden komplett eigenverantwortlich handeln. Beim Curated Trading werden keine Trades automatisch ausgeführt, so wie das beim Social Trading üblich ist. Stattdessen gibt es Trading-Coaches, die ihre Trades im Mitgliederbereich ausführlich erläutern. Der Trader kann dann entscheiden, ob er den Trade ebenfalls durchführen möchte. Gleichzeitig lernt der Trader auch anhand der Erklärungen, wie der Coach den Markt einschätzt und welche Trading-Methoden er in welcher Situation warum verwendet.

 Verlustquote
nextmarkets64,00 %
ActivTrades69,60 %
Trade.com7,36 %
Robomarkets70,52 %
WH Selfinvest70,20 %
ATFX72,00 %
FXCM73,62 %
CMC Markets75,00 %
Ayondo Markets75,90 %
Bernstein Bank76,00 %
OnVista Bank76,80 %
FX Flat77,77 %
XTB79,00 %
Plus50080,60 %
Admiral Markets84,00 %

Stand der Tabelle ist 17.07.2019. Wir führen hier eine regelmäßig aktualisierte Tabelle

WH Selfinvest führt das Feld der „Execution-only“ Broker an

Einen gewaltigen Sprung nach vorn hat der luxemburgische Broker WH Selfinvest gemacht. 70,20 % stellen ebenfalls einen sehr guten Wert für einen „Execution only“ Broker dar. Bei WH Selfinvest gibt es kein Copy-Trading oder ähnliches. Stattdessen sind bei WH Selfinvest sehr viele Profis und erfahrene Trader unterwegs.

CFD-Broker leben von erfolgreichen Kunden!

Grundsätzlich rechnet sich das Geschäft von CFD-Brokern am besten, wenn der Kunde langfristig Gewinne macht. Denn üblicherweise verdienen die Broker am Spread zwischen An- und Verkaufspreisen. Ein weiterer Faktor sind Kommissionen, die Broker z.B. für Trades in Aktien-CFDs erheben. Daher ist es nicht im Interesse der Broker, wenn ein Kunde hohe Cash-Burn-Rates aufweist. Was also ist zu tun?

Analysemöglichkeiten innerhalb der Tradingsoftware sind sicher ein guter Baustein. Doch nicht viel Wert, wenn Kunden nicht damit umgehen können oder die Signale falsch interpretieren. Die Broker msollten daher weiter in die Ausbildung ihrer Kunden investieren. Webinare und Trading-Seminare sind ein guter Weg dahin. Jetzt müssen ihn nur noch möglichst viele Trader nutzen.

Hier geht es zum Webinar-Kalender, in dem wir brokerübergreifend alle Weiterbildungswebinare aufgelistet haben.

Bildquellen: pixabay.com und ESMA.europa.eu

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