13. Juni 2018, 23:00

WTI: Was steht in dieser Woche noch an?

(DailyFX.de – Düsseldorf) ? Das Brokerhaus IG Markets taxiert den Ölpreis (WTI) zur Stunde auf 66,51 US-Dollar je Barrel. Damit notiert der Preis im Vergleich zum Vortagesschlusskurs um 0,97 % höher, auf Wochenkerzenbasis steht ein Plus von 1,55 % zu Buche.

Ölpreis setzt Abwärtsbewegung fort

Der Preis für die nordamerikanische Rohölsorte WTI scheint sich in dieser Woche weitestgehend stabil zu halten. Charttechnisch betrachtet hat damit die sekundäre Aufwärtstrendlinie bisher als Unterstützung halten können. Auch der 100-Tagedurchschnitt verläuft in etwa auf der gleichen Höhe und bietet eine gute Unterstützung, wie der Chart auf Tageskerzenbasis unten deutlich macht.

WTI Chart auf Tagesbasis

WTI Chart Tageskerzen

Quelle: IG Handelsplattform

Mehrere Einflussfaktoren

Fundamental betrachtet gibt es viele News in dieser Woche den Ölpreis betreffend zu verarbeiten.

  • Monatlicher OPEC-Bericht
  • Monatlicher IEA-Bericht
  • US Rohölbestände
  • Trumps Aussagen zur Höhe des Ölpreises
  • Beginn der Fussballweltmeisterschaft mit dem Treffen von Putin und Saudi-Arabiens Mohammad bin Salman

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OPEC-Bericht

Der monatliche OPEC-Bericht hat gezeigt, dass sowohl Russland als auch Saudi-Arabien im Monat Mai ihre Produktion bereits reduzierten. Dennoch sind die Produktionslevel noch innerhalb der im Rahmen des Kürzungsdeals vereinbarten Niveaus. Die OPEC hat das Ziel eigenen Aussagen nach erreicht. Die weltweiten Bestände sind unter den Fünfjahres-Durchschnitt gefallen. Die Nachfrage sieht die OPEC mit 1,65 Mio. Barrel pro Tag stabil bis zum Ende des Jahres. Es gab hierbei keine Veränderung im Vergleich zum Vormonat. Risiken sieht das Konglomerat dennoch für das zweite Halbjahr.

IEA-Bericht

Die IEA hat ihre Nachfrageprognose ebenfalls im Vergleich zum Vormonat nicht verändert. Diese sieht die Nachfrage für das aktuell noch laufende Jahr bei 1,4 Mio. Barrel pro Tag. Für das nächste Jahr schätzt die Agency die Nachfrage ebenfalls bei 1,4 Mio. Barrel. Allerdings könnte es auf der Nachfrageseite einige Unsicherheiten geben. Das dann, wenn die weltweite Konjunktur sich abschwächt. Die IEA schätzt, dass der Output aus Venezuela und dem Iran ca. 30 % geringer ausfallen könnte. Allerdings dürfte der Non-OPEC Output wie etwa aus den USA die Nachfrage gänzlich kompensieren. Auch das wurde bereits im letzten Bericht so ähnlich geäußert, weshalb diese News für Marktteilnehmer kaum etwas Neues darstellen dürfte.

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US Rohölbestände

Der API-Bericht zeigte am Dienstag und per letzte Woche einen entgegen den Erwartungen steigenden Bestand an. In den letzten Wochen haben sich die beiden Reports, also der API sowie der EIA, nicht bestätigt. In diesem Fall dürfte eventuell der EIA-Bericht der wichtigere von beiden sein. Dieser wies per vorletzte Woche einen steigenden Rohölbestand, aber auch einen angestiegenen Benzinbestand auf. Per letzte Woche fielen die Bestände laut dem EIA-Bericht deutlich mehr als erwartet. Dasselbe gilt auch für Benzinbestände. Hier wurde ein Aufbau erwartet. Der Ölpreis reagiert darauf aktuell positiv.

EIA Bestände

EIA Bestände

Quelle: DailyFX Research, Thomson Reuters

Trump wettert/twittert wieder gegen einen zu hohen Ölpreis

Es gehen derzeit Gerüchte um, dass die OPEC im nächsten Meeting eine Ausweitung der Produktion zwischen 500 Tsd. bis 1Mio. Barrel pro Tag beschließen könnte. Das dürfte Trump in die Karten spielen. Dieser hat sich per Twitter wieder einmal zu dem aktuellen Stand des Ölpreises geäußert. Demnach wird dieser weiterhin von der OPEC künstlich hoch gehalten. Die Vermutung liegt nahe, dass es Trump darum geht, die Nachfrage nach Ölprodukten wie Benzin aufrecht zu erhalten und in Anbetracht der kommenden Iran-Sanktionen ein deutliches Risiko dafür besteht, dass der Ölpreis erhöht bleibt.

Trump Tweet zu OPEC und WTI Preis

Quelle: Twitter

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Beginn der Fussballweltmeisterschaft

Einige Medien verweisen darauf, dass der Beginn der Fussballweltmeisterschaft einige neue Impulse für den Ölpreis bringen könnte, da den Auftakt die beiden Mannschaften Russland und Saudi-Arabien machen, wobei sich Russlands Präsident Putin und Saudi-Arabiens Prinz Mohammad bin Salman sich beim Spiel treffen. Allerdings hat Präsident Putin bereits verlauten lassen, dass es keine Diskussionen bezüglich der Produktionsausweitung geben wird.

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Beachten Sie bitte die Regeln des Risiko- und Moneymanagements und sichern Sie Positionen gegen evtl. Verluste ab.

Quelle: https://www.dailyfx.com/devisenhandel/fundamental/marktnachrichten/2018/06/13/WTI-Oel-Was-steht-in-dieser-Woche-noch-an.html

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