13. Februar 2020, 13:00

Marktkommentar: EURUSD versucht erneut Boden auszubilden

Die Zahl der Coronavirus-Fälle ist sprunghaft gestiegen, nachdem die Gesundheitskommission der Provinz Hubei ihre Erfassungsmethode überarbeitet hat.

Laut chinesischen Beamten sollen auf diesem Wege mehr Patienten behandelt werden. Dies sorgt für Unsicherheit über das Ausmaß des Ausbruchs sowie die Fähigkeit Chinas diesen einzudämmen. Die Anleger hatten zunehmend darauf spekuliert, dass sich die Ausbreitung verlangsamt und sich die Auswirkungen als kurzfristig erweisen könnten. Die Futures des S&P 500 fallen heute im vorbörslichen Handel, nachdem gestern ein neues Allzeithoch erreicht wurde. Sichere Anlagen wie der JPY und Gold gewinnen wiederum an Wert.

EURUSD hat gestern versucht die 1,09 zu verteidigen, doch die Bären konnten sich durchsetzen und brachten das Paar auf den tiefsten Stand seit Mai 2017. Die Industrieproduktion der Eurozone erlebte im Dezember 2019 mit -2,1% im Monatsvergleich den größten Einbruch seit Februar 2016 (Erwartung: -1,6%). Dies verstärkt die Sorgen um die europäische Wirtschaft und lässt die Erwartungen an eine lockere Geldpolitik der EZB steigen. Die VPI-Daten aus den USA könnten heute über Erholung oder Trendfortsetzung entscheiden.

Der DE30 korrigiert heute und vergrößert den Abstand zu seinem Allzeithoch. Der Kurs notiert nahe des Tagestiefs, sodass kurzfristige Zeichen auf eine mögliche Umkehrung – beispielsweise im Stundenchart – ausbleiben. Ein tieferer Pullback ist daher das Basisszenario, wobei sich die Abwärtsbewegung unterhalb von 13.640 Punkten beschleunigen könnte.
 

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Maximilian Wienke

Maximilian Wienke ist als Marktanalyst bei XTB Deutschland tätig. Er befasst sich mit Indizes, Devisen, Rohstoffen, Kryptowährungen und einzelnen Aktien. Der Zeithorizont ist dabei kurzfristig und richtet sich an Anleger mit einer moderaten oder spekulativen Risikoneigung.