15. Februar 2013, 12:08

Gekko Global Markets: Höhere Risikovorsorge

Für Trader ist die Commerzbank an manchen Tagen ein Traum, für viele Aktionäre war sie in den letzten Jahren ein Alptraum. 2013 rechnet man jetzt mit weiter anziehenden Kreditausfällen und fährt daher die Risikovorsorge nach oben. Die Erträge werden aufgrund des Schrumpfkurses der Bank und des niedrigen Zinsumfeldes unter Druck bleiben. Dafür wird man Ende Februar alle EZB-Nothilfen zurückzahlen, offen stehen nämlich noch Gelder für die Töchter in Spanien und Italien. Im Januar hatte man schon die ersten zehn Milliarden aus dem Dreijahrestender zurücküberwiesen.

 
Japan knickt etwas weg
 
Die Industrieproduktion in Japan ist im Dezember etwas weniger gestiegen als zunächst erwartet. Auch deshalb knickt der Nikkei etwas ein, verliert nach seiner Rallystrecke heute 133 Punkte oder 1,2 Prozent auf 11173 Zähler. Dafür kann der Yen zulegen. Zum Euro geht es um 0,3 Prozent auf jetzt 123,70 Yen nach oben, auch zum US-Dollar legt der Yen auf 92,53 Yen zu. Der Aufwärtstrend ist jeweils noch intakt, doch die ganz steile Bewegung gegen den Euro ist nun gestoppt. Nach 31 Prozent Aktien- und über 25 Prozent Währungsrally ist dies aber auch alles kein Wunder.
 
Termine über Termine
 
Zum Wochenausklang haben vor allem die Amerikaner noch einiges im Köcher, was die Börsen heute Nachmittag würfeln könnte. Los geht es um halb drei mit dem New York Empire State Index. Viel beachtet zuletzt wird der Wert mit minus 2,0 nach minus 7,8 zuletzt erwartet. Fallen die Zahlen mies aus, gibt es um 15.15 Uhr mit der Industrieproduktion, geschätzt auf plus 0,4 Prozent, Chance zur Wiedergutmachung. Gleichzeitig kommt die Kapazitätsauslastung, erwartet mit 78,9 Prozent, minimal höher als im Dezember. Beendet wird das Zahlenfestival dann mit der Verbraucherstimmung aus Michigan um 15.55 Uhr, erwartet mit 73,5 Punkten.
 
Rohstoffe unter Druck
 
Wichtig werden die Konjunkturdaten natürlich auch für den Rohstoffmarkt. Hier ist in dieser Woche der auf 1,3373 erstarkte Dollar durchgeschlagen, er hat vor allem Gold mit 1633 und Silber mit 30,37 Dollar nah an ihre Begrenzungen des jüngsten Seitwärtstrends gebracht. Sowohl Silber als auch Gold müssen aufpassen, nun nicht nach unten durchgereicht zu werden. Vor allem deshalb weil es über Jahre nicht mehr eine derart lange Phase gegeben hat, in der beide Edelmetalle in so engen Spannen über Wochen und Monate hin- und her pendelten. 

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