18. Juni 2018, 09:00

DAX: Aufgehelltes Chartbild

Der Dax ging am Montagmorgen der vergangenen Handelswoche bei 12.747 Punkten in den vorbörslichen Handel. Er startete 12 Punkte über der ersten vorbörslichen Notierung am Montagmorgen der Vorwoche aber 44 Punkte unter dem Wochenschluss am Freitagabend der Vorwoche. Am Montag bewegte sich der Index zunächst seitwärts, konnte erst am Abend dann nach Norden ausbrechen. Am Dienstagmorgen ging es dann noch ein kleines Stück höher, allerdings konnte der Dax dieses Level nicht halten. Er gab im Handelsverlauf wieder unter die 12.900 Punkte nach. Am Mittwochmorgen setzte der Index noch einmal an das Tief am Montagmorgen zurück, der Rücksetzer wurde aber innerhalb kurzer Zeit wieder zurückgekauft. Erst am Donnerstagnachmittag setzte sich im Rahmen der EZB Sitzung Kaufdruck durch. Der Dax konnte sich innerhalb von kurzer Zeit bis an die 13.180 Punkte schieben, gab von dort aber bis zum Handelsschluss etwas nach. Am Freitag bröckelten die Notierungen sukzessive ab, der Dax schaffte es aber einen Wochenschluss über der 13.000 Punkte-Marke zu formatieren.

Das Wochenhoch lag wieder über der 13.000 Punkte-Marke und über dem Level der Vorwoche. Der Dax konnte auch ein Wochentief über dem Level der Vorwoche formatieren. Damit formatierte er das höchste Wochentief der letzten drei Wochen. Auch in dieser Woche konnte wieder ein Wochengewinn ausgewiesen werden. Damit hat der Dax in den letzten 12 Handelswochen 10 Handelswochen mit Gewinn abgeschlossen. In diesem Jahr gab es nur 8 Verlustwochen. Die Range lag auf dem Level des Jahresdurchschnitts und über der Vorwoche.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der Dax mit dem Überschreiten der 13.121/23 Punkte weiter bis an die 13.138/40 Punkte laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde jedoch deutlicher übertroffen. Damit hat sich der Dax dynamischer entwickelt als erwartet. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 12.759/57 Punkte nicht ganz an unser nächstes Anlaufziel bei 12.733/31 Punkten. Damit hat das Setup nicht gepasst.

KW

24/2018

23/2018

22/2018

21/2018

20/2018

Wochenhoch

13.181

12.927

13.039

13.207

13.146

Wochentief

12.741

12.608

12.544

12.800

12.915

Wochenschluss

13.041

12.791

12.750

12.929

13.078

Wochenergebnis

250

41

-179

-149

92

Wochen-Range

440

319

495

407

231

Wie könnte es weitergehen?

  • DAX-WS: 13.072…..13.103/19/32/63/84/92……13.237/58…..13.309
  • DAX-US: 13.016…..12.965/31/08……12.964…..12.891/31/19/05…..12.786

daxweeksetup800-18-06-2018.jpg

Weitere Widerstände/Unterstützungen können dem Chart entnommen werden.

DAX-Chartcheck:

Mit der Bewegung am Donnerstag hat der Dax es innerhalb von kurzer Zeit geschafft, sich aus der Seitwärtsbox zu befreien. Er notiert im 4h Chart über der EMA20/200 und der EMA50. Damit ist das kurzfristige Zeitfenster als bullisch einzustufen. Auch im Daily hat sich der Index über diese Linien schieben können. Damit ist theoretisch der Weg an die 13.240/80 und dann an die 13.430/50 bzw. an das Jahreshoch frei. Diese Levels könnte der Dax in den nächsten Handelswochen anlaufen. Voraussetzung ist, dass er über der 12.850 Punkte-Marke verbleibt, bzw. einen Tagesschluss über dieser Marke formatiert. Sollte er wieder unter die 12.850 Punkte fallen und bis in den Bereich der 12.550/500 Punkte rutschen, könnte die Bewegung am Donnerstag auch ein klassischer Fehlausbruch gewesen sein. Insofern sollten die nächsten Handelstage abgewartet werden.

Fazit: Das Chartbild beim Dax hat sich bullisch aufgehellt. Jetzt geht es aus Bullensicht darum, keinen Tagesschluss unter der 12.850 Punkte-Marke zu formatieren. Solange dies nicht der Fall ist, hat der Dax übergeordnet die Perspektive, das Allzeithoch erneut zu erreichen.

DAX – Das große Bild:

Die FED hat, entgegen unserer Erwartung, bereits in der Sitzung am letzten Mittwoch die Leitzinsen erhöht. Die Indizes haben dies aber problemlos weggesteckt. Somit sind die Märkte auf ein Anziehen der Zinsschraube vorbereitet worden. Der Dax hat am Donnerstag von der Aussicht profitiert, dass die Zinsen in Europa frühestens Mitte 2019 angehoben werden könnten. Das hat die Märkte beflügelt. Somit sorgt die Geldpolitik im Augenblick für ein positives Umfeld.

Damit wäre alles im Lot, wären da nicht die Amerikaner, die drauf und dran sind einen weiteren Handelsstreit vom Zaun zu brechen, diesmal mit den Chinesen. Sollte dies realisiert werden, könnte es dann wirklich Schlag auf Schlag kommen. Die Chinesen haben bereits Gegenmaßnahmen angekündigt; die USA wollen im Gegenzug reagieren. Auch auf europäische (deutsche) Autos wird eine Erhöhung der Zölle geprüft, bzw. ins Gespräch gebracht. Das dürfte dann insbesondere die deutsche Industrie hart treffen. Trump wird dafür von seinen Fans gefeiert, ganz gleich was morgen ist. Im Herbst stehen Mid-Term Wahlen an und da zählt nur eines: ganz gleich wie, diese US-Wahlen zu gewinnen. Fazit somit: die Rahmenbedingungen werden sich in den nächsten Wochen und Monaten verschlechtern. Die Auswirkungen eines Handelskriegs werden sich erst mit einem Zeitverzug darstellen.

Die Einschätzung für die neue DAX-Handelswoche:

Long Setups: Die Bullen könnten zunächst versuchen, den Dax über der 13.050 Punkte-Marke zu halten. Gelingt dies so könnte der Dax dann die 13.065/67, die 13.086/88 und dann die 13.107/09 bzw. die 13.121/23 Punkte erreichen. Geht es erneut über die 13.123/25 Punkte, wären die nächsten Anlaufziele bei 13.141/43, bei 13.157/59 und dann bei 13.182/84 Punkten zu suchen. Wird das Level bei 13.182/84 Punkten mit Momentum erreicht, so könnte der Dax auch direkt weiterlaufen. Anlaufmarken wären dann die 13.207/09, die 13.224/29 und dann die 13.239/41 bzw. die 13.250/52 Punkte. Sollte es der Dax bis in den Bereich der 13.239/52 Punkte schaffen, so ist denkbar, dass es Probleme haben könnte, dieses Level zu überwinden. Vorstellbar ist auch, dass die Aufwärtsbewegung in diesem Bereich beendet ist. Geht es aber über die 13.250/52 Punkte, so wären dann die 13.278/80, die 13.292/94, die 13.305/07 und dann die 13.331/33 Punkte die nächsten Anlaufziele.

Short Setups: Gelingt es dem Dax nicht, sich über der 13.050 Punkte-Marke festzusetzen, so könnten sich Rücksetzer einstellen, die zunächst bis an die 13.021/19 und dann weiter bis an die 13.005/03 Punkte gehen könnten. Bereits hier hat der Dax Chancen auf Erholung. Stellen diese sich aber nicht ein, so wären die 12.980/78, die 12.962/60 und dann die 12.938/36 Punkte die nächsten Anlaufziele auf der Unterseite. Auch im Bereich der 12.962/38 Punkte bestehen gute Chancen auf Stabilisierung und Erholung. Rutscht der Dax unter die 12.938/36 Punkte, so könnten die Rücksetzer die 12.922/20, die 12.906/04 und dann die 12.888/86 Punkte erreichen. Unter der 12.888/86 kämen die 12.865/63, die 12.848/46, die 12.828/26 und dann die 12.812/10 Punkte als weitere Anlaufmarken in Betracht. Bei ausgeprägter Abwärtsdynamik könnten auch die 12.782/80, die 12.762/59, die 12.744/42 und die 12.726/24 Punkte erreicht werden.

Hinweis in eigener Sache:

TUNEN, Boosten Sie den MT4 & MT5 sinnvoll

Erhalten Sie für MT4 & MT5 kostenlos zahllose Zusatzfeatures, die den MetaTrader sinnvoll verbessern!

tuning-mt4-und-mt5.png

  • verbessertes 1-Click-Trading, direkt mit Stop Loss und Take Profit mit einem Klick
  • Order.Leiter: traden wie sonst nur mit kostenpflichtigen Handelstools für Futures
  • echtes Multi-Monitoring
  • umfangreiches Indikator-Paket: Tageshoch/tief, Renko und vieles mehr
  • Stops über aktive Chartlinien, auch diagonal und in Kanälen!
  • Hier über MetaTrader Supreme informieren und testen: https://admiralmarkets.de/handelsplattformen/metatrader-tuning-supreme

Traden Sie DAX30 beim DAX-Spezialisten!

dax30head.png

  • Typischer Spread zur Haupthandelszeit: nur 0,8 Punkte. Ohne zusätzliche Kommission! DAX30 – Unser Bestseller.
  • CFD Minis, Minilots: Handeln Sie auch CFD Indizes wie DAX30 ab 0,1 Kontrakte. 1 Punkt im DAX entspricht hier nur 10 Eurocent.
  • Hebel bis zu 500 auswählbar, auch für Index-CFDs: ob 50 oder maximal 500, Sie entscheiden!
  • Keine Requotes, keine Stop-Mindestabstände, keine Mindesthaltedauer, keine Restriktionen!
  • Teilschliessungen, Reverse-Orders und Time-Stops einfach managen wie noch nie! Nutzen Sie auch zum DAX30-Handel unser ?Tuning” für den MetaTrader
  • Keine Nachschusspflicht für Kunden mit Hauptwohnsitz in Deutschland!

Börsentäglich mit Setups und Tradingideen live um 08:30 Uhr: Guten Morgen DAX-Index. Mit High-Speed-Trader Heiko Behrendt. http://www.admiralmarkets.de/wissen/webinare/

Risikowarnung

Dieser Artikel liefert Markteinschätzungen, unabhängig davon, mit welchem Instrument ggf. getradet wird. Admiral Markets ist Forex & CFD Broker, sollten Sie den Basiswert als CFD traden, beachten Sie bitte: Forex & CFDs sind Hebelprodukte und nicht für jeden geeignet! Der Hebel multipliziert Ihre Gewinne, aber auch die Verluste. Sie können im Extremfall Ihr komplettes Investment verlieren! Die Nachschusspflicht für Kunden mit Hauptwohnsitz in Deutschland entfällt.
Die Basisinformationsblätter (?KID”) zu den Handelsinstrumenten finden [Sie hier.] (https://admiralmarkets.de/start-trading/kontoeroeffnung-leicht-gemacht/antraege-dokumente)

Die Autoren können ganz oder teilweise in den besprochenen Werten investiert sein. Diese Inhalte stellen keine Finanzanalyse dar: Es handelt sich um eine Werbemitteilung, welche nicht allen gesetzlichen Vorschriften zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen genügt und keinem Handelsverbot vor der Veröffentlichung der Analysen unterliegen. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Die Informationen sollen lediglich eine selbstständige Anlageentscheidung des Kunden erleichtern und ersetzt nicht eine eventuell nötige anleger- und anlagegerechte Beratung. Die genannten Finanzinstrumente werden lediglich in Kurzform beschrieben.

Admiral Markets haftet nicht für Folgeschäden, welche eventuell auf einzelne Kommentare und Aussagen zurückzuführen wären und übernimmt keine Gewähr in Bezug auf Vollständigkeit und Richtigkeit des Inhaltes. Folglich trägt der Anleger vollkommen alleinverantwortlich das Risiko für einzelne Anlageentscheidungen. Admiral Markets ist nicht dazu verpflichtet, diese Publikation zu aktualisieren, abzuändern oder zu ergänzen oder deren Empfänger auf andere Weise zu informieren, wenn sich ein in dieser Publikation genannter Umstand oder eine darin enthaltene Stellungnahme, Schätzung oder Prognose ändert oder unzutreffend wird.

Admiral Markets erzielt bei Handel über das Haus von diesen Handelsinstrumenten eigene Erträge. In der Konditionengestaltung ist eine Gewinnmarge enthalten, die neben dem Aufwand für die Strukturierung und Absicherung den Ertrag des Finanzdienstleisters abdeckt. Beim Erwerb, der Veräußerung und dem Halten von Finanzprodukten fallen für den Anleger Kosten an. Weitere Informationen zu den entsprechenden Transaktionskosten und sonstigen Preisen erhalten Anleger auf der Webseite von Admiral Markets.

Die hier wiedergegebenen Informationen und Wertungen (Informationen) sind nicht an ein bestimmtes Land außerhalb Deutschlands gerichtet! Nicht namentlich gezeichnete Beiträge stammen aus der Redaktion; diese behält sich vor, Autorenbeiträge zu bearbeiten.

Lesen Sie den kompletten (oder weitere) Warnhinweis(e) über folgenden Link: http://www.admiralmarkets.de/risikohinweis

Quellen: Eigenanalyse; genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.

Jens Chrzanowski

Leiter vom Kundenservice Admiral Markets UK in Berlin. Der Berliner schreibt wöchentliche Marktkommentare zum DAX, Dow Jones und EUR/USD.