Momentum als Trendfolgeindikator

Trendfolgeindikator

Trendfolgeindikatoren versuchen Trends anzuzeigen und diesen zu folgen. Naturgemäß wird ein Trend aber erst im Kursverlauf sichtbar, wenn dieser bereits begonnen hat. Deswegen kann der Trader die ersten Prozentpunkte, also den ersten Teil des Trends, nicht nutzen. Durch diese Trägheit bei der Erkennung eignen sich Trendfolgeindikatoren nur für Märkte, in denen sich regelmäßig Aufwärts- und Abwärtstrends abwechseln. Nicht jedoch für seitwärts-orientierte Märkte.

Zudem kommt es oftmals zu Fehlsignalen, hier muss der Trader versuchen, die Verluste effektiv zu begrenzen und die Gewinne zu maximieren. Dann werden auftretende kleine Verluste auch durch einen großen Gewinn mehr als kompensiert. Entscheidend ist, dass Trends soweit wie möglich mitgenommen werden und die Position erst geschlossen wird, wenn der Trend als nicht mehr intakt gilt.

Das Momentum ist ein Vorlaufindikator und eignet sich deshalb besonders gut zur Kombination mit Trendfolgeindikatoren, um klare Handelssignale zu erzielen.

Momentum als Trendfolgeindikator

Handelssignale werden zum Beispiel dann generiert, wenn das Momentum die Nulllinie durchkreuzt. Diese Interpretation macht aber nur in Trendmärkten Sinn.

In Seitwärts-Märkten werden schlicht zu viele Signale produziert und deswegen Verluste eingefahren. Diesem Problem versucht man zu umgehen, indem eine Art neutraler Sicherheitskorridor eingerichtet wird. Erst wenn die Linie diesen Korridor nach oben oder unten verlässt, hat man ein gültiges Handelssignal. Schwankungen um die Nulllinie herum werden ignoriert. Durch diese Modifikation am Momentum-Indikator werden die Signale zwar etwas später geliefert, dafür wird die Treffsicherheit verbessert und Fehlsignale effektiv ausgeschlossen.


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