US-Wirtschaft gerät ins Straucheln, dem DAX droht der Klassiker „Sell in May and go away“…

Jens Klatt, 29. April 2015

?Sell in May and go away? könnte für den DAX bereits am 30.04. starten…

Denn auch am Mittwoch hat sich der deutsche Leitindex sehr durchwachsen präsentiert. Stark enttäuschende Daten zum US-Wirtschaftswachstum im ersten Quartal haben die Marktteilnehmer zu Gewinnmitnahmen vor der FED-Sitzung am Abend veranlasst, den DAX rund 1,5% ins Minus gedrückt und die 11.600er Marke attackieren lassen.

Und wenn die FED am Abend nun in ihrem Statement nicht die richtigen Worte findet, die die Marktteilnehmer im deutschen Leitindex dazu bringt bei Aktien zuzugreifen, wirds ein holpriger Start in den Mai in der kommenden Woche.

Was nämlich außer Frage steht ist, dass die Zeit in welcher schlechte Nachrichten für die Aktienmärkte gute Nachrichten waren, vorbei ist.

Der Markt bewegt sich nun zurück in Zeiten, wo neben billigem Notenbank-Geld auch Fakten zählen und mittlerweile blüht den Marktteilnehmern, dass es wirtschaftstechnisch ohne billiges Notenbank-Geld alles andere als rund läuft.

Neben der FED bliebe zwar theoretisch noch die EZB. Doch diese hat ihr geldpolitisches Pulver quasi verschossen, wird zwar noch bis mindestens September 2016 voll auf dem geldpolitischen Gaspedeal stehen bleiben, wird aber keine Überraschungsmomente mehr liefern können. Und nachdem die chinesische Notenbank PBoC gestern Spekulationen um unkonventionelle geldpolitische Maßnahmen ebenfalls eine Absage erteilt hat, sitzt der DAX wortwörtlich auf dem Trocknen.

Und nun könnte die gute alte Börsenweisheit ?Sell in May and go away? zügig ein Thema werden und der DAX könnte in Richtung und sogar unter 11.000 Punkte fallen, sollte die 11.600er Marke brechen.

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Jens Klatt

Jens Klatt ist Chefanalyst bei dailyfx.de und Autor des Bestsellers: