14. Dezember 2012, 12:52

Weihnachten kann kommen

Der DAX ist mit dem Markt für Weihnachtsbäume in Einklang – bei beiden entwickeln sich die Preise stabil. Das eine kann man an der vorbörslichen Kurstafel mit 7598 Punkten ablesen, das andere gab heute früh die deutsche Holzindustrie bekannt. Und auch in China ist Stabilität angesagt. Die Erholung gewinnt an Fahrt, der Einkaufsmanagerindex von HSBC ist im November auf 50,9 Zähler geklettert, bleibt damit über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Dies könnte den DAX weiter stützen, der angesichts eines Minus beim Dow von 74 Punkten so dasteht, dass man weiter nur feststellen kann: Er will nach oben.


Ölpreise werden mitgezogen
Auch die Ölsorten profitieren von den Daten aus China, Brent und WTI klettern auf 108,40 und 86,62 Dollar. Kein Wunder, schließlich ist China der zweitgrößte Ölverbraucher der Welt und schon bald der größte, der sich nicht selbst versorgen kann. Denn die USA sind auf dem besten Wege vom Ölimporteur zum Exporteur. Bemerkbar machen sich die Wachstumsdaten aus China aber auch bei Silber. Die Volatilität beim Edelmetall ist hoch, gestern ging es vier Prozent bergab, heute ein Prozent nach oben. Die Angstkomponente und die Schutzfunktion bei den Edelmetallen geht stark zurück, die industrielle Komponente bei Silber ist aber wieder im Kommen.

Wichtige Daten vor dem Wochenende
Um 15.15 Uhr wird sich wohl entscheiden, ob die gute Anfangstendenz beim DAX auch mit ins Wochenende genommen wird. Denn dann stehen die Industrieproduktion und die Kapazitätsauslastung an. Für die Produktion ist ein Anstieg um bis zu einem halben Prozent erwartet, die Kapazitätsauslastung soll leicht auf 78 Prozent steigen. Achten sollte man dann auch auf den Dollar. Er liegt leicht schwächer zum Euro bei 1,3103, stemmt sich aber gegen eine weitere Schwäche und dem Rückgang zum Euro auf 1,32 oder 1,33. Bei schwachen Daten könnte sich das ändern. Der Euro kratzt am Widerstand.

Apple nachhaltig angeschlagen?
Das werden alle Apple-Fans nicht gerne lesen: Das neue I-Phone 5 ist in China am Markt und die Begeisterung hält sich in Grenzen. Zwar war die Bestellung primär über das Internet möglich, aber auch dort hatte man sich wohl eine höhere Nachfrage erwartet. Die Verkäufer berichten das, was Kunden in Europa längst sehen: Der Sprung vom I-Phone 4 zum I-Phone 5 ist nicht groß genug, als dass man einen Wechselzwang verspürt. Setzen sich die Bedenken um die Margenentwicklung bei Apple damit fort, könnte der gestrige Absturz auf 529 Dollar nur ein Zwischenschritt auf dem Weg nach unten Richtung 400 Dollar gewesen sein. Damit wären die 2012er-Gewinne dann ausradiert. Aber bis dahin ist es zum Glück noch ein Stück.

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