10. Januar 2013, 11:34

Thyssen mit neuer Hoffnung

Kaum ein Konzern in Europa wäre wohl so froh, Unternehmensteile loszuwerden wie Thyssen Krupp. Das Abenteuer mit Stahlwerken in den USA und Brasilien war wohl eines der teuersten die sich je ein Stahlkonzern geleistet hat. Nun gibt es Hoffnung, denn Arcelor scheint ernsthaftes Interesse an den Werken zu bekunden. Gelänge der Verkauf, wäre der Hemmschuh für die Aktie schlechthin weg. Und da Märkte Zukunft handeln war die Aktie von Thyssen gestern am späten Nachmittag schon gesucht und könnte sich heute fortsetzen. Arcelor seinerseits hat übrigens eine Kapitalerhöhung erfolgreich platziert.

 
EZB bleibt wohl vernünftig
 
Bei der heutigen Zinsentscheidung der EZB wird man wohl keinen weiteren Druck auf den Euro ausüben, der zum Handelsstart heute bei 1,3057 Dollar notiert. Die Leitzinsen sollten bei 75 Basispunkten bleiben, eine Absenkung auf 50 Punkte war zuletzt diskutiert worden, doch hierfür dürfte es keine Mehrheit geben. Insofern ist das Überraschungspotenzial pro und contra Euro auch gering, das gleiche gilt für das britische Pfund. Es notiert zum US-Dollar bei 0,6244, der Dollar hat zuletzt einen validen Boden gegen das Pfund gebildet. Zum Euro liegt der Kurs bei 0,8149 Pfund, hier hat sich ein volatiler Aufwärtstrend etabliert. Auch die Bank von England wird ihren Leitzinssatz aber wohl unverändert lassen.
 
Daten aus China
 
Das sind Zahlen eines Comebacks: Die Ausfuhren in China haben im Dezember laut Regierungsangaben um 14,1 Prozent zugelegt, die Importe sind um sechs Prozent gestiegen. Beide Daten lagen über den Erwartungen und treiben den DAX vorbörslich auf 7733 Punkte. Schwach bleibt allerdings der Handel mit Japan. Der Inselstreit wirkt noch immer nach und viele vormals ordentliche Handelsbeziehungen dürften auf Monate wenn nicht sogar Jahre beschädigt sein. Positive Wirkungen haben die China-Daten jedenfalls am Ölmarkt: WTI steigt auf 95,52 Dollar, Brent schafft es auf 111,92 Dollar. Damit wird der Spread einmal mehr geringer.
 
Konjunktur am Donnerstag
 
Frische Daten in den USA gibt es ab halb drei mit den US-Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe. Erwartet werden 365.000 neue Anträge. Um 16 Uhr gibt es dann Zahlen vom US-Großhandel und den Lagerbeständen – wichtige Indikatoren für die Konjunktur in den kommenden Monaten. Erwartet wird hier ein leichter Anstieg.

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