19. Juli 2012, 14:15

Novartis übertrifft die Erwartungen – Nokia: Trotz Milliardenverlust legt die Aktie deutlich zu – Frankreich: Staatsanleihen zu Niedrigzinsen – Morgan Stanley bleibt unter den Erwartungen zurück – Schuldenkrise: 11 spanische Regionen stehen auf der Kippe

Der Dax zeigt sich bislang, unterstützt durch gute Quartalszahlen, stark und notiert aktuell 1,01 Prozent im Plus bei 6.752 Punkten.

Novartis übertrifft die Erwartungen

Der schweizerische Pharmakonzern Novartis hat im zweiten Quartal einen Gewinn auf Vorjahresniveau erzielt, die bereinigten Zahlen konnten jedoch die Erwartungen der Analysten übertreffen.

Der Umsatz ging im zweiten Quartal laut Novartis um 4 Prozent auf 14,30 Milliarden US-Dollar zurück – dies war von Analysten erwartet worden. Mit 2,73 Milliarden US-Dollar lag der Reingewinn genau auf dem Vorjahreswert. Der bereinigte Reingewinn wurde mit 3,36 Milliarden US-Dollar angegeben – das entspricht 1,38 US-Dollar je Aktie und lag damit über den Erwartungen in Höhe von 1,33 US-Dollar je Aktie.

Nokia: Trotz Milliardenverlust legt die Aktie deutlich zu

Der angeschlagene Handyproduzent Nokia musste für das zweite Quartal einen Verlust in Höhe von 1,41 Milliarden Euro vermelden – im Vorjahreszeitraum stand Nokia mit 368 Millionen Euro in den roten Zahlen.

Dennoch konnte die Aktie deutlich zulegen und notiert derzeit 10,49 Prozent im Plus bei 1,51 Euro.

Frankreich kann sich so günstig refinanzieren wie nie

Bei der Versteigerung von fünfjährigen Staatsanleihen sank der Zinssatz um 57 Basispunkte auf 0,86 p.a. – das war der niedrigsten Zinssatz, den Frankreich je für diese Laufzeit zahlen musste.

Zusammen mit den drei- und vierjährigen Anleihen nahm Frankreich damit insgesamt 9 Milliarden Euro ein. Experten erklärten die niedrigen Zinssätze mit der hohen Liquidität, die derzeit im Bankensystem vorhanden ist.

Morgan Stanley bleibt unter den Erwartungen zurück

Die amerikanische Großbank Morgan Stanley konnte im zweiten Quartal zwar wieder in die Gewinnzone zurückkehren – die Erwartungen der Analysten wurden allerdings nicht erfüllt.

Der Umsatz zwischen April und Juni lag mit 6,95 Milliarden Dollar deutlich unter dem Vorjahreswert von 9,21 Milliarden Dollar. Der Gewinn lag bei 564 Millionen Dollar bzw. 29 Cents je Aktie – nach einem Verlust in Höhe von 558 Millionen Dollar aufgrund von Einmaleffekten in Milliardenhöhe im Vorjahresquartal. Die Analysten hatten jedoch mit einem Gewinn pro Aktie in Höhe von 43 Cents gerechnet.

Schuldenkrise: 11 spanische Regionen stehen auf der Kippe

Ähnlich wie in Sizilien ist auch die Haushaltslage in 11 spanischen Regionen angespannt: Besonders die Regionen Extremadura, Katalonien, Andalusien und Murcia sind knapp bei Kasse. Die spanische Regierung versucht deshalb mit einer Schuldenbremse die Lage zu entspannen.

Für das Jahr 2012 soll die Neuverschuldung der spanischen Regionen die Marke von 1,5 Prozent der jeweiligen Wirtschaftsleistung nicht übersteigen. Einige Regionen fordern aber bereits die Anhebung dieser Marke, da dem spanischen Staat von der Europäischen Union  eine höhere Verschuldung erlaubt wird.

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