12. April 2013, 14:21

Investoren blicken auf Schlüsselmarken im EUR/USD und USD/JPY

Von Oliver Bossmann, Marktanalyst

Ein möglicher Katalysator für die Kurse von USD/JPY und EUR/USD könnten am Freitag die Daten zu den US-Einzelhandelsumsätzen und zum US-Konsumentenvertrauen werden. Zudem warten die Investoren gespannt auf das Treffen der europäischen Finanzminister zur Beratung über ein Hilfsprogramm für Zypern. Der Kurs des USD/JPY dümpelte in den letzten Tagen vor der Schlüsselmarke von 100 Yen pro US-Dollar herum. Hier scheint es so, als dass Devisenhändler nach klaren Impulsen suchen, um diese magische Hürde nachhaltig nehmen zu können. Wichtiger als die 100 Yen-Marke im USD/JPY-Kurs könnte aber aus charttechnischer Sicht die Marke bei 101,50 Yen sein. Hier verläuft ein charttechnischer Widerstand, der noch vom April 2009 herrührt. Ein Überschreiten der Marke würde im USD/JPY-Kurs ein Vierjahreshoch darstellen.

 

Der Kurs des EUR/USD steht nach dem Aufwärtstrend der letzten zwei Wochen vor einer wichtigen Widerstandszone, die im Bereich zwischen 1,3150 USD bis 1,31 USD liegt. Der Fokus der Marktteilnehmer könnte sich hier auf die Marke von 1,3150 USD richten. Dort verläuft momentan die 100-Tage-Linie, die zu einem Widerstand für den Kurs geworden ist. Die am Mittwoch veröffentlichten Fed-Minutes brachten keine neuen Impulse, da sich das Protokoll auf die FOMC-Sitzung vom 19. bis 20. März bezog und die Fed zu diesem Zeitpunkt noch unter dem Eindruck der starken US-Arbeitsmarktdaten für Februar stand. Die Marktteilnehmer vermuten nach den schlechten US-Arbeitsmarktdaten für März am vergangenen Freitag, dass die kritischen Stimmen innerhalb des Fed-Komitees zu QE3 wieder weniger werden könnten und die Diskussion über einen vorzeitigen Ausstieg aus dem Anleihekaufprogramm wieder etwas abebbt.

 

Die Erwartungen der Analysten in Bezug auf die Lesung der US-Einzelhandelsumsätze sind relativ moderat angesiedelt, nachdem die Datensätze der letzten Wochen eine Verlangsamung bei der Erholung der US-Wirtschaft andeuteten. Das könnte die Chance für Überraschungen bieten und dem US-Dollar in beiden Währungspaaren Auftrieb geben. Nach einem Anstieg der Einzelhandelsumsätze von 1,1 Prozent im Februar liegen die Konsensschätzungen bei keinem Wachstum bzw. einer Stagnation im März. Die Schätzungen für den Indexstand zum Konsumentenvertrauen der Verbraucher in den USA liegen für April im Mittel bei 78,5 nach zuvor 78,6 im März.

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