17. Juli 2013, 10:31

Gekko Global Markets – Warten auf Onkel Ben

Wieder einmal gibt die US-Notenbank in dieser Woche den Ton an. Nach den sehr guten Zahlen vom Häusermarkt gestern und einem zudem mehr als ordentlichen Zahlenwerk in Sachen Kapazitätsauslastung fragt man sich, ob Bernanke heute nicht wieder defensive Töne in Sachen Geldpolitik anschlägt. Das würde den bullischen Investoren kaum gefallen. Das Überraschungspotenzial liegt dieses Mal also wohl eher auf Seite der Bären, denn was sollte der Chef sagen, dass die Märkte noch einmal positiv überraschen könnte. 

Gewinnmitnahmen um 8.250?

Wer Gewinnmitnahmen ansteuert, der könnte heute eine Gelegenheit wittern. Ein erneutes Bekenntnis zu einer defensiveren Politik dagegen könnte den Dollar stärken, Gold, Silber, Aktien und damit auch den DAX sowie Öl schwächen. Los geht es am Nachmittag, dann spricht er bei der halbjährlichen Rede vor dem Finanzausschuss des US-Repräsentantenhauses. Es wäre zudem nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass Gewinnmitnahmen nach einer satten Rally ? es sind jetzt 6 Prozent beim DAX am Stück ? durch eine Rede ausgelöst würden.

 

Beige Book um 20 Uhr

Das gesamte Bild des Tages gibt es dann um 20 Uhr nach DAX-Börsenschluss, der übrigens mit 5 Punkten heute im Plus erwartet wird, wenn das Beige Book der FED ansteht. Da dürften die Zahlen vom Häusermarkt um 14.30 Uhr fast verblassen. Im Bankensektor zeigen die Institute derweil, dass der Sektor in den USA nur so vor Gewinnen sprudelt. Goldman Sachs konnte seinen Gewinn fast verdoppeln, JP Morgan, Wells Fargo und Citigroup hatten zuvor schon überzeugt. Einen Rückschlag musste dagegen CocaCola einstecken, verantwortlich dafür war nicht zuletzt der harte Winter. Es leiden also nicht nur Konzerne wie Heidelbergcement, sondern selbst der größte Getränkehersteller.

Ölmarkt beißt sich fest

Am Ölmarkt beißen sich die beiden Sorten Brent und WTI nunmehr bei 108 und 106 US-Dollar die Zähne aus. Nach den Daten des privaten Anbieters gestern steht heute das offizielle Zahlenwerk zu Lagerdaten vom Energy Information Administration (EIA) an. In Deutschland rollen Commerzbank und Thyssen dagegen das Feld weiter von hinten auf, ohnehin scheint das zweite Halbjahr mit den Aufholkandidaten gut zu beginnen. Deutsche Bank ? vor dem Halbjahrestief bei 30 Euro nach oben gedreht, Thyssen ? ebenfalls über dem April-Tief gedreht und VW zeigen eine gute Leistung wogegen der Highflyer der ersten sechs Monate, Adidas, etwas im Mittelfeld verschwunden ist.

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