14. August 2013, 11:06

Gekko Global Markets – ThyssenKrupp bleibt in der Verlustzone

Die Investitionen in Stahlwerke in Brasilien und den USA kommen ThyssenKrupp teuer zu stehen. Nachdem man im vergangenen Jahr bereits deutliche Verluste hinnehmen musste, belaufen sich die Verluste für die ersten neun Monate in diesem Geschäftsjahr auf aktuell 1,2 Mrd. Euro. Gestern nach Börsenschluss meldete das Unternehmen außerdem, dass der Verkauf dieses Verlustbringers immer noch nicht abgeschlossen ist. Die Eigenkapitalquote ist damit so dünn wie bei keinem anderen DAX-Industrieunternehmen und beträgt nur acht Prozent. Damit wird eine Kapitalerhöhung immer wahrscheinlicher, aber konkrete Schritte wurden nicht angekündigt.

Gute Vorgaben

In Asien gab es heute einen volatilen Handel, der am Ende des Tages aber zu Kursgewinnen an den Aktienmärkte geführt hat. Ein wieder schwächelnder Yen gab den Dividendentiteln in Japan Auftrieb, er notiert bei 98,50 Yen pro USD. Bis auf Singapore konnten auch die anderen großen Aktienmärkte Asiens zulegen. Nach einem Kursanstieg in den USA sind das positive Vorgaben für den DAX, der aktuell bei 8435 Punkten steht. Vorbörslich leicht im Minus notiert RWE, nachdem die heute früh gemeldeten Quartalszahlen etwas unterhalb der Erwartungen lagen. Einen Sondergewinn konnte RWE durch die Beilegung des Gas-Streits mit Gazprom erzielen, dennoch brach der Überschuss um knapp 40 Prozent ein. Das Unternehmen hält aber an seiner Jahresprognose fest.

Frankreich überrascht

Die Wirtschaft in Frankreich ist im zweiten Quartal stärker als erwartet um 0,5 Prozent gestiegen, wie die Statistikbehörde heute früh mitteilte. Analysten hatten nur mit einem mageren Plus von 0,2 Prozent gerechnet. Auch das BIP-Wachstum in Deutschland im zweiten Quartal übertraf die Erwartungen. Statt 0,6 wurde nun ein Plus von 0,7 Prozent erzielt. Der Euro notiert allerdings kaum verändert gegenüber dem USD bei knapp 1,33 USD. Leichte Abgaben haben dagegen die Rohstoffe zu verzeichnen, nachdem sie gestern in der Summe zulegen konnten.

Apple nicht zu bremsen

Die Aktie des iPhone-Herstellers Apple erholt sich immer stärker und konnte gestern allein fast fünf Prozent zulegen. Seit Ende Juli ist das bereits ein Plus von fast 20 Prozent. Gestern sorgte eine Ankündigung des Groß-Investors Carl Icahn für einen Impuls. Er gab bekannt, eine große Position in Apple-Aktien eingegangen zu sein, weil er die Aktie für unterbewertet halte. Gespräche mit Apple-Chef Tim Cook über ein größeres Aktien-Rückkaufprogramm haben bereits stattgefunden.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.