19. Juli 2013, 10:53

Gekko Global Markets – Rekordjagd in den USA

Positive Wirtschaftsdaten und vor allem unterstützende Aussagen von Bernanke haben den Dow Jones und den S&P 500 auf neue Rekordhochstände beflügelt. Das neue Intraday-High liegt nun bei rund 1693 USD und auch der Schlusskurs von 1689 Punkten bedeutet einen neuen Bestwert ? der 21ste in diesem Jahr. Doch nachbörslich berichteten zahlreiche Technologie-Aktien, die mehrheitlich enttäuschten. Im Sog dieser Meldungen korrigierte auch der japanische Nikkei heute früh. Der Handel war sehr volatil, denn in Japan wird am Wochenende ein Teil des Parlaments neu gewählt. Es wird allerdings erwartet, dass die Partei des Ministerpräsidenten Abe die Mehrheit gewinnt.

Google enttäuscht

Google hat im vergangenen Quartal beim Umsatz und Gewinn um fast 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal zulegen können, hat damit aber die Erwartungen der Wall Street verfehlt und nachbörslich mehr als vier Prozent verloren. Die Aktie hatte allerdings kurz nach Veröffentlichung der Zahlen schon mehr als fünf Prozent nachgegeben. Höhere Kosten für neue Anwendungen und Marketing belasteten, die Handysparte Motorola fuhr sogar einen höheren Verlust als im Vorjahr ein. Fallende Preise für Werbeanzeigen erschüttern ebenfalls das Geschäft, wobei Google hier immer noch besser positioniert ist als Yahoo.

Microsoft deutlich unter Erwartungen

Auch Microsoft fiel nachbörslich bei hohen Handelsumsätzen um mehr als sechs Prozent, nachdem der Softwarehersteller die PC-Flaute deutlich zu spüren bekommt. Bisher konnte sich Microsoft der schwächeren PC-Nachfrage entziehen, aber nun wird der Konzern eine Antwort auf diese Entwicklung finden müssen. Immerhin werden in diesem Jahr nach Schätzungen von Marktforschungen drei Mal mehr Smartphones als PCs verkauft. Der bereinigte Gewinn fiel deutlich unterhalb der Erwartungen aus. Der Übergang vom PC-Geschäft zu einem stärkeren Cloud- und Smartphonegeschäft braucht wohl mehr Zeit als von Analysten bisher angenommen.

Öl-Spread geschrumpft

Heute stehen kaum wichtige Wirtschaftsdaten an, dagegen setzt sich die US-Bilanzsaison mit Ergebnissen von zahlreichen Industrieunternehmen, wie etwa General Electric, fort. An den Rohstoffmärkten sorgt ein schwächelnder US-Dollar für höhere Notierungen. Gold und Silber können sich weiter nahe der 1300 sowie 20 USD-Marke stabilisieren. Und der Ölpreis setzt seinen Höhenflug fort. Insbesondere das WTI-Öl erlebte aufgrund sinkender Ölvorräte in den USA einen kräftigen Anstieg in den vergangenen Wochen. Damit ist der Spread zwischen den Ölsorten Brent und WTI aktuell auf weniger als einen US-Dollar zusammengeschrumpft. Anfang des Jahres lag die Differenz noch bei rund 15 USD.

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