29. April 2013, 17:41

Gekko Global Markets – Mehr Spannung geht nicht

Diese Woche ist an Veröffentlichungen dicht gedrängt. Kaum Zeit zum Luft holen, weil zahlreiche Unternehmensdaten und Wirtschaftszahlen sowie Notenbankentscheidungen in dieser kurzen Woche anstehen. Vorher stehen die Verbraucherpreise in Deutschland an (14 Uhr) sowie mehrere US-Wirtschaftsdaten an, etwa zum persönlichen Einkommen und zu den Konsumausgaben (14.30 Uhr). Letztere waren in dem am Freitag veröffentlichten amerikanischen BIP-Wachstum für Q1 2013 einer der Treiber des 2,5-prozentigen Zuwachses. Eine Überraschung ist für heute deshalb nicht ausgeschlossen. Um 16 Uhr stehen die schwebenden Hausverkäufe für März an. Nachbörslich berichtet die Deutsche Börse über ihr abgelaufenes Geschäftsquartal.

Schwacher Dollar

Das Quartalswachstum der US-Wirtschaft fiel allerdings deutlich geringer als erwartet aus. Analysten hatten mit einem BIP-Wachstum von 3,2 Prozent gerechnet. Dadurch ist davon auszugehen, dass die US-Notenbank an ihrer expansiven Geldpolitik festhalten und ihre monatlichen Staatsanleihenkäufe von 85 Mrd. US-Dollar erst einmal nicht einschränken wird. Der Dollar verliert daraufhin etwas an Boden gegenüber dem Euro und dem japanischen Yen. Auch deshalb, weil sich die japanische Notenbank mit weiteren geldpolitischen Maßnahmen derzeit zurückhält.

 

Rohstoffe konsolidieren

Auch der Ölpreis ist Leidtragender des schwächeren Wirtschaftswachstums in den USA und gibt aktuell etwas nach. Dennoch konnte WTI-Öl in der vergangenen Woche kräftig um mehr als fünf Prozent zulegen, Brent-Öl immerhin mehr als drei Prozent. Sorgen bereitet immer noch der Bürgerkrieg in Syrien. Das Land fördert selbst zwar kaum Erdöl, hat aber eine lange Grenze zum Irak. Daher besteht die Befürchtung, dass der Konflikt auf den Irak überspringt. Schließlich ist Iraks Ölförderung einer der am schnellsten wachsenden in der Region.

 

Notenbanken bleiben expansiv

Die wichtigsten Notenbankentscheidungen in dieser Woche kommen aus Europa und den USA. Am Mittwoch wird die US-Fed ihre Zinsentscheidung bekannt geben und einen Tag später die EZB. Während in den USA keine weiteren Schritte zu erwartet sind, wird es in Europa spannender. Nach den immer noch schwachen Konjunkturdaten ist sogar mit einer weiteren Zinssenkung zu rechnen, da die EZB ihr Pulver bisher trocken gehalten hat. Daher erwarten zahlreiche Analysten eine Leitzinssenkung um 25 Basispunkte auf 0,5 Prozent.

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