1. März 2013, 11:24

Gekko Global Markets – Koalition ausgeschlossen

Jetzt wird es so richtig kompliziert: Wahlgewinner Bersani hat in Italien eine Koalition aus Mitte-rechts und Mitte-links-Bündnis ausgeschlossen und gibt den Märkten somit eine weitere Denksportaufgabe. Diese lautet: Italien nochmals in den Kursen berücksichtigen oder einfach hoffen, dass am Ende alles gut geht. Vorerst einigt man sich offenbar darauf, dass alles gut wird. Denn trotz eines Verlusts im Dow Jones von 20 Punkten liegt der DAX heute früh mit 7725 Punkten nur 15 Zähler im Minus. Aus Japan kommt ein Plus von 47 Zählern auf ein neues Mehrjahreshoch von 11606 Punkten.

 
Euro drückt alles
 
Der Euro leidet anders als die Aktienmärkte stärker unter Italien. Das zeigt der Kurs von 1,3066 zum US-Dollar und dies zeigt auch die Reaktion gegenüber den anderen Währungen. Zum Yen und Franken ist die Erholung gestoppt, vor allem aber belastet der Kurs auch die Rohstoffpreise. Denn ein stärkerer Dollar drückt auf die Kurse bei Gold und besonders bei Öl. Die Ölsorten fallen auf 91,86 und 111,10 Dollar, auch Gold muss bis 1580 Dollar Federn lassen. Nicht besser die Lage bei Silber wo die Marke von 28 Dollar erneut getestet werden könnte.
 
Binnenkonjunktur läuft
 
Wenn man sich auf etwas verlassen kann, dann ist es im Moment die Binnenkonjunktur in Deutschland. Denn der deutsche Einzelhandel ist stark in das Jahr gestartet, von Dezember auf Januar lag das Plus bei bereinigten 3,1 Prozent. Im Jahresvergleich gingen die Umsätze der Einzelhändler sogar nominal um vier Prozent nach oben. Mal abwarten, ob auch gebeutelte Aktien wie Metro von den guten Daten profitieren können. Hier müsste ein Mix her aus Wirtschaftswachstum in Asien und besseren Bedingungen in Europa damit die Aktien endlich wieder in Fahrt kommen. Denn Metro notiert nahe dem Mehrjahrestief.
 
Daten am Freitag
 
In Japan sind die Wirtschaftsdaten schon gemeldet und sie hören sich nicht allzu gut an. Denn im Dezember drosselte die japanische Wirtschaft ihre Investitionen aufgrund schwacher Exporterwartungen zum Vorjahreszeitraum um satte 8,7 Prozent. Das war der erste Rückgang seit fünf Quartalen. Aus den USA kommen heute Daten zu den persönlichen Einnahmen und Ausgaben, dazu das BIP der Industrie für Dezember aus Kanada, allesamt um 14.30 Uhr. Der kanadische Dollar hat sich in den letzten Tagen gegen den Euro mächtig erholt, Devisentrader sollten diese Zahl beachten. In den USA geht es um 16 Uhr mit ISM Index und Bauausgaben für Januar weiter. Erwartet sind 0,5 Prozent höhere Bauausgaben. Dazu gibt es fünf Minuten vorher noch die Verbraucherstimmung aus Michigan, geschätzt auf endgültig mindestens 75 Punkte.

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