14. Juni 2013, 13:51

Gekko Global Markets – Japans Maßnahmen verpuffen

Volatil bleiben die Kursbewegungen im Dollar-Yen, der gestern sogar kurzfristig auf ein Zwei-Monats-Tief gefallen ist. Damit rückt die Ausbruchsmarke vom 4. April immer näher als die japanische Regierung ihre Pläne vorstellte, die Wirtschaft zu beleben. Im Anschluss war der Yen deutlich gefallen und der Wechselkurs Dollar-Yen von 92,90 auf 96,20 gestiegen. Der Effekt verpufft allmählich, weil die Maßnahmen nicht greifen und das Vertrauen in die Regierung fehlt. So sollten Käufe von Auslandsanleihen angekurbelt werden, doch die jüngsten Statistiken zeigen, dass die japanischen Anleger diesem Wunsch nicht nachkommen. Sie sind aktuell Netto-Verkäufer von Auslands-Bonds, und zwar im größten Umfang seit April 2012.

 

US-Geldpolitik und Wachstumssorgen

Neben der japanischen Entwicklung stehen auch die US-Notenbankpolitik und die Sorge um ein rückläufiges Wirtschaftswachstum im Mittelpunkt des Anlegerinteresses. Konjunkturprobleme drohen in China und den USA, in Europa sind die Erwartungen bereits deutlich reduziert. Daher wurden die besser als erwarteten Einzelhandelsumsätze in den USA und die gefallenen wöchentlichen Arbeitslosenanträge positiv aufgenommen. Ein Zeichen der aktuell hohen Volatilität ist die starke Reaktion der Märkte hierauf. Sie ziehen deutlich an, auch weil nach den jüngsten Äußerungen aus der Fed auf eine graduelle Anpassung der US-Notenbankpolitik gehofft wird. Der Nikkei hat wieder die höchste Volatilität und legt heute früh um zwei Prozent zu.

 

Rohstoffe stabil

Die positiven Vorgaben stützen auch die meisten Rohstoffe. Der Ölpreis steigt mit den besseren Wirtschaftsdaten aus den USA, negative Nachrichten aus Asien gab es heute früh kaum. Gold und Silber können sich im frühen Handel weiter stabilisieren und legen leicht zu. In Europa stehen heute noch die Verbraucherpreise für Europa an, die für Mai bei moderaten 1,4 Prozent erwartet werden. In den USA werden die Daten zur Industrieproduktion veröffentlicht, für Mai ist mit einem Plus von 0,2 Prozent zu rechnen. Zudem wird der Michigan Confidence Index, also das Verbrauchervertrauen, bekannt gegeben, das unverändert bei 84,5 erwartet wird.

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