18. Juni 2013, 10:07

Gekko Global Markets- Große Verunsicherung an den Märkten

Vor der Zinsentscheidung der Fed sind die Märkte nervös. Kolumnisten-Artikel in der Financial Times verunsichern den US-Markt und sorgen für einen deutlichen Kursrückgang am gestrigen Nachmittag und korrigieren dann wieder schnell nach oben als dieser Beitrag nur als persönliche Einschätzung beurteilt wird. Dennoch können die US-Indizes insgesamt zulegen, weil die Fundamentaldaten aus den USA nicht enttäuschen und eine Besserung signalisieren. Heute stehen mit den Verbraucherpreisen und den Baubeginnen weitere wichtige Daten an, die alle um 14.30 Uhr veröffentlicht werden.

Favoritenwechsel

Die zunehmende Volatilität geht an den Börsen auch mit einem Favoritenwechsel einher. Waren es in der Vergangenheit meist defensive Aktien, die den Aktienmarkt in den ersten Monaten angeführt haben, so sind es seit einigen Wochen vor allem zyklische Werte, die mit den besseren Wirtschaftsaussichten stärker ansteigen. Hierzu zählen etwa Technologie- und Industriewerte. Waren US-Aktien in den ersten Monaten des Jahres die besten Performer, so ist ihr Vorsprung in den vergangenen Wochen geschmolzen, Europa zum Beispiel hat deutlich aufgeholt.

Zurückhaltung vor Fed in Asien

In Asien ist der Handel dagegen etwas vorsichtiger so kurz vor der Zinsentscheidung der Fed. Leichte Verluste belasten auch den DAX vorbörslich. Bei den Einzelwerten sticht der Elektronikunterhaltungskonzern Sony hervor, der nach der Aufstockung eines Hedgefonds um mehr als vier Prozent zulegen kann. Obwohl die Bundesbank gestern erklärt hatte, dass sich die Wirtschaft in den Sommermonaten abkühlen könnte, erwartet der Konsens der Analysten eine Verbesserung beim ZEW-Index für Juni. Dieser wirtschaftliche Sentiment-Indikator soll von 36,4 Punkten im Mai auf nun 38,2 zulegen.

Australien mit Zinssenkungsaussichten

An den Rohstoff- und Devisenmärkten hat sich heute früh im Vorfeld der US-Notenbankentscheidung wenig getan. Gold, Silber und der Ölpreis zeigen kaum Veränderungen. Der US-Dollar kann gegenüber Yen und Euro nur leicht zulegen. Interessanter war die Bewegung beim australischen Dollar, nachdem die Notenbank des Landes das Protokoll der vergangenen Notenbanksitzung veröffentlicht hat. Er verlor deutlich, weil die Australier weitere Zinssenkungen in Aussicht gestellt haben. Im Sitzungsprotokoll bekräftigten sie, bei der aktuell niedrigen Inflation, die Leitzinsen weiter zu senken. Derzeit liegen sie mit 2,75 Prozent auf einem Rekordtief

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