25. Juli 2013, 10:48

Gekko Global Markets – Facebook mit großer Überraschung

Damit hat niemand gerechnet. Facebook explodiert nach der Präsentation ausgezeichneter Quartalszahlen um 20 Prozent nach oben. Der Gewinn lag im abgelaufenen Quartal bei 19 Cents je Aktie, Analysten hatten nur mit 14 Cent gerechnet. Der Umsatz lag ebenfalls über den Analystenerwartungen und konnte deutlich gesteigert werden. Die Zahl der Nutzer wurde ebenfalls ausgebaut. Täglich schauen 700 Millionen Nutzer vorbei, im ersten Quartal waren es 665 Millionen. Positiv war vor allem der Zuwachs der Werbeeinnahmen über mobile Endgeräte. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat angekündigt, bald mehr Umsätze über Smartphones und Handys zu erzielen als auf herkömmlichen Computern.

Sorge um die Fed

Die nachbörslich guten Zahlen von Facebook hatten in Asien keinen Einfluss. Die Märkte dort sanken fast einheitlich aufgrund der leicht schwächeren Vorgaben vom US-Gesamtmarkt. Bessere Konjunkturdaten hatten wieder die Befürchtung ausgelöst, die Fed könnte in diesem Jahr noch ihre Anleihenkäufe stärker zurückfahren. Da half ein heute angekündigtes Konjunkturpaket auch China nur wenig. Belastend für Asien war auch der Gewinn- und Umsatzrückgang des weltweit größten Baumaschinenherstellers Caterpillar. Die Erwartungen für das Gesamtjahr wurden ebenfalls reduziert.

Gold korrigiert leicht, Öl stärker

Die Metallpreise haben nach den starken Kursanstiegen in den vergangenen Tagen heute moderat korrigiert. Der Goldpreis liegt aktuell knapp über 1320 USD, auch hier wirkt sich die Sorge um eine diesjährige Reduzierung der Anleihenkäufe negativ auf aus, da die Inflationserwartungen sinken. Gold ist ein klassisches Investment, um sich vor Inflation zu schützen.  Bei anderen Metallpreisen war der Rückgang moderater, Kupfer bleibt sogar über der Marke von 7.000 USD. Der Ölpreis korrigierte dagegen stärker und fiel beim WTI-Öl auf den niedrigsten Stand seit zwei Wochen.

Software AG und BASF enttäuschen

Die Bilanzsaison geht derweil unvermindert weiter und heute früh hat Deutschlands zweitgrößter Softwarehersteller, die Software AG, im zweiten Quartal einen stärker als erwarteten Umsatzrückgang von acht Prozent hinnehmen müssen. Die Jahresziele wurden trotzdem bestätigt, dürfte nach Unternehmensangaben aber am unteren Ende der angegebenen Spanne liegen. Auch beim größten Chemiekonzern der Welt BASF kommen warnende Signale. Die heute früh gemeldeten Quartalsergebnisse konnten nicht überzeugen und auch für das zweite Halbjahr rechnet der Konzern nicht mit einer kräftigen Belebung. Heute berichtet noch die Deutsche Börse über ihr abgelaufenes Quartal, in den USA sind es heute zahlreiche Industrieunternehmen und als großer Internetwert Amazon.

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