20. Februar 2013, 12:02

Gekko Global Markets – Deutsche Börse unter Druck / Lufthansa / Heidelcement

Beim Kurs merkt man vorbörslich wenig in Sachen Druck auf die Deutsche Börse. Das wundert nur deshalb nicht, weil die Zahlen im Prinzip schon Anfang Februar bekannt waren. Doch auch die Daten von gestern Abend unterstreichen, dass die Frankfurter von Onlineplattformen und Brokern einerseits sowie vom niedrigeren Handelsvolumen andererseits in die Zange genommen werden. In der Zange ist auch die französische Bank Credit Agricole. Sie lag aufgrund von Sondereffekten einen Rekordverlust vor.  Wenig attraktive Töchter in Griechenland sowie die Schuldenkrise sorgen für satte 6,3 Milliarden Euro Verlust.

Lufthansa angeknockt

Fast fünf Prozent geht es für die Aktie der Lufthansa vorbörslich abwärts, damit könnte die Herrlichkeit der Airline-Aktien vorbei sein. Denn die Lufthanseaten streichen die Dividende und das dürfte am Markt nicht gut ankommen. Seit Juli 2012 war die Aktie der Liebling schlechthin im Deutschen Aktienindex, hatte 90 Prozent zugelegt und viele Short-Investoren zum Eindecken gezwungen. Die aktuellen Zahlen zeigen, wie kompliziert der Weg zurück in den deutlich schwarzen Bereich ist. Denn die Gewinnerwartungen der Analysten wurden verfehlt. Der gestrige Kurs von 16 Euro könnte also für längere Zeit der Höchststand gewesen sein.

 Heidelcement gesucht?

 Und das Zahlenfeuerwerk reißt heute nicht ab. So legt der Konkurrent der Deutschen Heidelbergcement, Lafarge aus Frankreich, seine Zahlen vor und überzeugt. Der Grund sind gute Geschäfte in Schwellenländern, dazu konnte man von Preiserhöhungen profitieren. Auch die Zementnachfrage 2013 soll leicht steigen. Gute Prognosen also, mal sehen was Heidelcement daraus macht. Abschreibungen vermiesen dagegen France Telekom das Geschäft, man verdient nur noch 820 Millionen Euro und kämpft gegen Billiganbieter. Im Vergleich nimmt sich die Deutsche Telekom da sogar noch gut aus, doch auch sie könnte heute von der Konkurrenz mit belastet werden.

 Daten und der Euro

 Entspannung an der Euro-Seite: Die Währung legt zum Dollar auf 1,3423 zu, auch die Rohstoffe werden parallel mitgezogen und legen bei WTI-Öl auf 97,12 Dollar und bei Silber auf 29,54 Dollar zu. Auf der Konjunkturseite sind heute Erzeugerpreise, Wohnbaubeginne und Wohnbaugenehmigungen in den USA dran. Letztere beiden werden mit 910.000 und 918.000 erwartet. Dazu gibt es um 20 Uhr das wichtige FOMC Sitzungsprotokoll der US-Notenbank. Hier wird man genau sehen und interpretieren, was die Mitglieder bei der letzten Sitzung gesagt haben und welche Auswirkung dies auf das Gelddrucken der Fed haben könnte.

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