13. Mai 2013, 17:53

Gekko Global Markets – Day of the DAX

DAX-Fundament I

Der Wochenauftakt geht langsam vor sich, eine gute Gelegenheit auf das Fundament des DAX zu blicken. Er wird heute früh mit 8.272 Punkten erwartet. Charttechnisch ist der Weg nach oben eigentlich frei, doch fundamental gehen die Meinungen auseinander. Denn der DAX ist heute wesentlich niedriger bewertet als im Jahr 2000, in der Zwischenzeit sind eine Menge Dividenden in die Berechnung eingeflossen. Dazu prognostizieren Analysten laut den Daten von Bloomberg für 2013 einen Gewinn für die Unternehmen von 673,2 Punkten ? das liegt deutlich über dem bisherigen Spitzenwert aus dem Jahr 2007 von 583,85 Punkten. Für 2014 geht man von einem weiteren Ergebnisanstieg um 13 Prozent aus, womit der Index mit einem KGV von lediglich 10,7 bewertet ist. Das ist im Langfristvergleich ein niedriger Wert. Ende 1999, also kurz vor dem Beginn des Crashs hatte der DAX ein KGV von rund 20. Die Dividendenrendite lag damals bei 1,8 Prozent, heute sind es 3,3 Prozent.

 

DAX-Fundament II

Wie sehr die Dividendenausschüttungen den Indexstand beeinflussen zeigt Folgendes: Der um die Ausschüttungen bereinigte DAX Kursindex notiert heute bei lediglich 4355,94 Punkten ? auf Basis der 2014er-Gewinne von 760,5 Punkten ist der DAX damit  mit einem KGV von lediglich 5,7 bewertet. Zum Vergleich: Der S&P 500 wird von Investoren mit einem KGV von 13 bewertet. Inklusive der Dividenden kommt der S&P 500 Total Return, der mit dem ?normalen? DAX vergleichbar ist, sogar auf 23,2 ? das ist mehr als das Doppelte wie für das hiesige Blue-Chip-Barometer.

Das Allzeithoch im März 2000 lag beim DAX Kursindex noch bei 6266,15 Punkten. Gemessen an den 2000er-Gewinnen von 413 Punkten lag das KGV bei satten 15,2.

 

DAX mit Marktbreite

Wie breit der Aufschwung am DAX derzeit ist zeigt, dass lediglich 7 Aktien unterhalb ihres 200-Tage-Schnitts notieren. Zu den Werten gehören die Commerzbank, die auch in den vergangenen starken DAX-Tagen nicht auf die Füße kam, ebenso wie E.ON und RWE, K+S und ThyssenKrupp. Thyssen meldet in dieser Woche seine Quartalszahlen, dazu geht es darum ob man die US-Werke endlich loswerden kann. Zur Rangliste im DAX: Mit einem Börsenwert von 76,1 Mrd. Euro belegen SAP klar die Nummer 1 vor Volkswagen (71,7 Mrd. Euro) und Siemens (71,0 Mrd. Euro). Zudem liefern sich Bayer (67,4 Mrd.) und BASF (67,1 Mrd.) ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

 

Daten am Montag

An den Rohstoffmärkten startet man schwach in die Woche, die Ölsorten fallen auf gut 95 und 103 Dollar je Barrel. Die Worte der OPEC vom Freitag zu einer höheren Förderung wirken nach. Auf der Konjunkturseite stehen heute Einzelhandelsumsätze um halb drei und Lagerbestände um 16 Uhr an. Rückenwind über diese Werte könnten auch Gold und Silber vertragen die am Freitag schon auf 1.419 und rund 23 Dollar verkauft wurden. Die anschließende Erholung war ein gutes Signal wie überhaupt der Rohstoffsektor gut dagegen gehalten hat, doch jetzt muss der nächste Schritt folgen.

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