7. Mai 2013, 17:49

Gekko Global Markets – Commerzbank überrascht positiv

Nicht immer nur schlechte Nachrichten bitte, könnte man bei der Commerzbank sagen. Natürlich hat man auch im ersten Quartal rote Zahlen vorzuweisen, doch mit 94 Millionen Euro bleibt der Fehlbetrag immerhin unter Analystenschätzungen. Die Commerzbank profitiert immerhin von einem besseren Handelsbuch, die guten Aktienmärkte im ersten Quartal sorgen in dieser Sparte für einen Gewinnsprung. Beim DAX-Konkurrenten Münchener Rück läuft es weiter klasse. Als Jahresgewinn hat man drei Milliarden Euro ausgerufen und nach 972 Millionen in den ersten drei Monaten ist man auf einem guten Weg. Von Naturkatastrophen und großen Versicherungsfällen sollte Munich Re verschont bleiben, dann könnte die Aktie weiteres Potenzial haben.

 

Trendwende

Wie sich Währungen entwickeln können, wenn das Überraschungspotenzial nur noch auf einer Seite liegt, sieht man heute am australischen Dollar.  Die Notenbank down under hat zur Überraschung vieler die Zinsen auf ein Rekordtief von 2,75 Prozent gesenkt. Begründet wird die Maßnahme mit einem schwächeren Wachstum, einem Arbeitsmarkt auf dem Rückzug und vor allem der chinesischen Konjunktur. Diese konnte zuletzt nicht überzeugen und Australien hängt förmlich am Tropf der Chinesen. Der Euro springt gegen den Aussie-Dollar über 1,28 Dollar.

 

Eine sichere Bank

Alle blicken immer auf Commerzbank und Deutsche Bank ? zu Unrecht. Die wirkliche Erfolgsgeschichte des deutschen Bankensektors spielt im MDAX. Erneut hat die Aareal Bank solide Zahlen vorgelegt, den Überschuss im Q.1 um fünf Prozent gesteigert auf jetzt 22 Millionen Euro. Erstmals seit vier Jahren konnte man auch beim Zinsergebnis wieder zulegen. Auch die Prognose wird bestätigt. Die Franzosen von Credit Agricole verdienen dagegen merklich weniger, man litt im Q.1 unter dem schwachen Investmentbanking. Unter den Rückversicherern hat Hannover Rück die Erwartungen der Analysten leicht toppen können, der Jahresgewinn soll bei 800 Millionen Euro liegen, 221 sind schon eingefahren.

 

Daten und Stimmungen

Der DAX dürfte etwas fester bei 8.130 Punkten in den Handel gehen, schwächer sieht es dafür an den Rohstoffmärkten aus. Gewinnmitnahmen sind hier das Gebot der Stunde, vor allem Silber trifft es mit einem Rückgang auf 23,60 Dollar, ein Minus von 1,5 Prozent. An kurstreibenden Daten aus den USA steht heute nichts an, weshalb sie die einzelnen Anlageklassen praktisch allein behaupten müssen. Immerhin die Auftragseingänge für die deutsche Industrie werden sicherlich aufmerksam zur Kenntnis genommen. Für den Euro gilt es, sich nach den Aussagen Draghi`s von gestern Nachmittag erst einmal wieder über 1,31 Dollar zu hangeln. Der Notenbankchef brachte negative Einlagezinsen ins Spiel, die käme einem Strafzins gleich.

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