12. Juli 2013, 11:10

Gekko Global Markets – Apple und Co. – Veränderungen bei den Großen

Das Trio aus Microsoft, Apple und Amazon hatte gestern geschlossen etwas zum melden. Bei Microsoft wurde die größte Umbauaktion der Firmengeschichte sehr positiv aufgenommen, die Aktie legte fast 3 Prozent zu. Hintergrund ist der neue Zuschnitt der Sparten und andere Verantwortlichkeiten im Management. Negativ waren die Nachrichten bei Apple, dort belastet der Schuldspruch wegen Preisabsprachen bei E-Books. Geholfen hat dies dagegen Amazon, der Internethändler wird als Sieger bei der Preissetzung von E-Books gesehen und knackte gestern die 300-Dollar-Marke. Amazon könnte E-Books jetzt günstiger verkaufen und damit das tun, was man so gut kann: Marktanteile gewinnen. Mit dem Sprung gestern hat sich der Nasdaq-Titel auf eine Marktkapitalisierung von 143 Milliarden US-Dollar gehoben. Das KGV von weit über 100 sollte man in diesem Zusammenhang vielleicht langsam hinterfragen.

 

EuroStoxx legt zu

Nicht nur der DAX kommt wieder voll in Fahrt, geht am Freitag knapp unter 8.200 ins Börsenrennen, auch der EuroStoxx klettert Richtung 2.700 Punkte. Getrieben wird der Trend von Aktien wie Arcelor, ASML und BASF. Wer ist im ersten Halbjahr stark und wer ist schwach gewesen? Wer hätte dementsprechend also Comeback-Potenzial oder wer ist schon gut gelaufen? Pharma, Pharma und Pharma heißt es dabei. Roche, Glaxo und Reckitt Benckiser dominieren mit Gewinnen zwischen 21 und 26 Prozent den Index. Das schlechteste Segment über Europa hinaus war dagegen der Bereich der Grundstoffe, auch Basic Resources genannt.
Denn Rio Tinto und BHP Biliton haben konträr zu den Pharmaaktien ihre Prozente verloren, flankiert von Banco Santander aus Spanien.
 

Indizes auf dem Prüfstand

Gestern notierte auch der österreichische ATX mit plus zwei Prozent einmal sehr fest. Ansonsten laufen er und der Schweizer Nachbar SMI aber weit auseinander. Während es im SMI keinen Verlierer auf das Jahr gibt, hinkte der ATX hinterher, musste sechs Prozent einbüßen und war damit in den Industrieländern genauso schlecht wie Kanada und Australien. Die Australier treffen besonders die Schwäche des Rohstoffabnehmers China sowie der in der Heimat schwächelnde Arbeitsmarkt. Hier gibt es zum Wochenschluss derweil neue Nachrichten von chinesischer Regierungsseite. Der Finanzminister räumt ein, dass das offizielle Wachstum 2013 wohl nur noch bei 7 Prozent liegen dürfte. Auch keine Freudenbotschaft für australische Firmen.

Euro und Öl korrigieren

Nach ihren Rallys in dieser Woche kommen Öl und der Euro zur Ruhe. Der WTI-Preis nimmt sich bei 104,50 Dollar seine verdiente Pause, der Preis liegt mit Blick auf Sommer 2014 jetzt beeindruckende 15 Dollar in Backwardation, die Investoren erwarten bis daher über die Future-Kurve also einen Rückgang in dieser Höhe. Beim Euro war die Marke von 1,31 Dollar erst einmal zu viel, er notiert bei 1,3075 Dollar. Insgesamt war die Woche aber einmal mehr geprägt von Ben Bernanke und dafür genügte der eine Satz: ?Eine sehr expansive Geldpolitik für absehbare Zeit ist das, was die US-Wirtschaft braucht.?

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