13. Juni 2013, 10:56

Gekko Global Markets – Aktienmärkte auf dem Prüfstand

Der Dow Jones erlebt den dritten Verlusttag in Folge, was in diesem Jahr bisher noch nicht vorgekommen ist. Der Nikkei verliert heute früh mehr als sechs Prozent und verliert schon unglaubliche 50 Prozent seines Anstiegs von November bis Mai. Auch der DAX steht im vorbörslichen Handel heute unter Druck. Die Verunsicherung ist groß, weil die Notenbanken ihre geldpolitische Unterstützung untersagen könnten, nicht komplett, aber der Umfang könnte reduziert werden. Selbst die japanische Notenbank hat in dieser Woche keine weiteren Maßnahmen getroffen, ging sie doch in den vergangenen Monaten am expansivsten zu Werke.

Wirtschaftsdaten geben Hinweise

Daher sind die heute zur Veröffentlichung anstehenden Einzelhandelsumsätze aus den USA und die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die heute um 14.30 Uhr bekannt gegeben werden, von großer Bedeutung. Stärkere Zahlen dürften den Druck auf die Märkte noch steigern, aber umgekehrt könnten schwache Daten den Aktienmärkten auch wieder Auftrieb verleihen. In der kommenden Woche wird die US-Notenbank auf ihrer turnusmäßigen Sitzung eine Entscheidung über ihre nächsten Schritte treffen. Die Spannung ist groß wie selten zuvor, obwohl die meisten Analysten mit keiner Veränderung rechnen. Damit rechnet die Mehrheit erst später im zweiten Halbjahr.

Yen auf Zwei-Monatshoch

Ein Grund für die Korrektur ist auch der Anstieg des Yen, der heute gegenüber dem US-Dollar auf eine 2-Monatshoch gestiegen ist. Die zuletzt besseren Wirtschaftsdaten aus Japan helfen dem Yen insgesamt, der auch gegenüber dem Euro deutlich an Wert gewonnen hat und nun bei unter 126 Yen liegt. Ein großer Teil der Verluste am Aktienmarkt geschah als das 95er-Kursniveau im Dollar-Yen geknackt wurde. Bessere Arbeitsmarktdaten in Australien haben zumindest den starken Abwärtstrend im australischen Dollar etwas aufgehalten, auch wenn er gegenüber dem Euro mit rund 1,41 AUD immer noch auf einem hohen Niveau liegt.

Gold und Silber stabil

Nachdem am Aktienmarkt die Dämme anfangen wegzubrechen, können sich die Rohstoffe diesem Trend nicht entziehen. Der Ölpreis gibt zwar im frühen asiatischen Handel nach, verliert aber relativ weniger. Weiteren Druck auf die Ölpreise könnte der Report der Internationalen Energiebehörde bringen, die in diesem Jahr für China eine geringere Ölnachfrage erwarten. Übrigens rechnet auch die Weltbank künftig mit einer schwächelnden Weltwirtschaft und hat ihre Prognosen nach unten korrigiert. In diesem Umfeld stabilisieren sich die Preise für Gold und Silber, die in diesem unsicheren Umfeld als ?sicherer Hafen? wieder gefragt sind. Gold kratzt wieder an der 1400er und Silber nähert sich der 22 USD-Marke an.

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