18. Februar 2013, 16:07

Gekko Global Markets: Feiertag in USA

 

7606 Punkte stehen zum Wochenauftakt vorbörslich beim DAX an, dabei wird er es heute nicht leicht haben. In den USA ist nämlich Feiertag, man begeht den Presidents Day. In dieser Woche steht nun das G20-Treffen der Finanzminister und Notenbanker in Moskau auf dem Plan. Dort wird auch der Währungskrieg diskutiert werden, selbst wenn Bundesbankpräsident Weidmann das Thema am Freitag als zu hoch gehängt ansah. Wer sich allerdings die Entwicklung des Yen in den letzten Monaten ansieht, kann zu einer anderen Interpretation kommen. So könnte das Treffen speziell die Devisenmärkte beeinflussen. Die Hinweise auf ein Ende der kurzfristigen Yen-Abwertung verdichten sich,  bei rund 125 Yen scheint mindestens eine Pause angesagt. Übrigens bestätigt S&P heute früh das Rating für Japan mit AA-, Ausblick negativ.
 
Euro – stark zu Yen und Dollar?
 
Die Erwartungen der Märkte an die japanische Notenbank sind nämlich derart hoch, dass sie in dieser Woche einen ersten richtigen Dämpfer erhalten könnten. Wettdrucken ist gut und schön, aber selbst nach dieser Logik wird man seine Währung binnen eines halben Jahres nicht um 50 Prozent abwerten können. In gut 2 Monaten waren es nun 25 Prozent vom Yen zum Euro, dies sollte erst einmal genügen. Fundamental stehen in Europa der deutsche ZEW-Index am Dienstag und der Ifo-Geschäftsklimaindex am Freitag auf dem Plan, dazu die Einkaufsmanagerindizes am Donnerstag. Am Mittwoch gibt es Neues vom Häusermarkt und zugleich wartet man gespannt auf das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank. Es bleibt dabei, dass der US-Arbeitsmarkt im Prinzip noch zu labil ist, um irgendeine Art von Entwarnung zu geben, die Stützung also zurückzufahren. Geht dies auch aus dem Protokoll hervor, so könnte der Euro, der heute bei 1,3335 notiert, wieder Rückenwind bekommen.
 
Italien als DAX-Risiko
 
Der VDAX-New liegt derweil mit 16 Punkten nach wie vor auf bescheidenem Niveau. Viele Investoren fragen sich, was die Märkte überhaupt nachhaltig erschüttern könnte. Denn der Rücksetzer auf 7600 hat noch nicht sonderlich weh getan. Ein Unsicherheitsfaktor bleibt aber die Lage südlich des Brenners: Am Wochenende wählen die Italiener ihre neue Regierungen. Die Investoren, besonders Short-Investoren, werden Ex-Präsident Silvio Berlusconi und seine Prognosen in den kommenden Tagen genau beachten. Jede Verschiebung zu seinen Gunsten könnte Verwerfungen bei Euro, DAX oder den italienischen Staatsanleihen auslösen.
 
Gold angeknockt, aber wie stark?
 
Der Rücksetzer bei Gold war am Freitag fast schon ein Mini-Crash. Verglichen jedenfalls mit den trägen Bewegungen der letzten Monate. Großinvestor Soros soll sich zuletzt von einem großen Teil seiner Bestände getrennt haben, dies drückte offenbar den Preis. Sogar auf unter 1600 Dollar, heute früh erholt sich Gold aber bereits auf 1616 Dollar. Ein Grund könnte sein, dass die Asiaten die Käuferseite wieder auffüllen. Letzte Woche blieben viele Investoren aufgrund der Neujahrsfeste vom Markt fern, das machte es Short-Spekulanten leichter, den Markt zu drücken. Auch Silber klettert wieder über 30 Dollar, vollzieht die Erholung bei Gold nach. 

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.