11. Januar 2013, 01:04

Dax rutscht in Verlustzone – EZB belässt Leitzins einstimmig bei 0,75% – Deutsche Bank machte mit Zinsgeschäften saftige Gewinne

Der Dax zeigte sich heute zunächst nach der Anleihenauktion und der EZB-Pressekonferenz fester. Die Europäische Zentralbank (EZB) beließ den Leitzins, wie erwartet, bei 0,75%. Am Nachmittag rutschte der Dax dann aber durch die schwachen Vorgaben aus Übersee in die Verlustzone und schloss am Abend bei 7.708,47 Punkte (-0,16%).

EZB belässt Leitzins einstimmig bei 0,75%

Die EZB hat den Leitzinssatz bei 0,75% belassen. Trotz Rezession entschied sich die Notenbank gegen eine weitere Zinssenkung. Die Entscheidung war bereits so erwartet worden und sorgte für eine freundliche Bewegung an den Aktienmärkten und Unterstützung für den Euro. Die Entscheidung des EZB-Rats fiel dabei einstimmig, wie Notenbankchef Mario Draghi erklärte.

Deutsche Bank machte mit Zinsgeschäften saftige Gewinne

Die Deutsche Bank hat offenbar mit Zinsgeschäften in der Vergangenheit deutliche Gewinne erzielt. Mit Wetten auf den Libor (London Interbank Offered Rate) und andere Referenzzinssätze soll die Bank allein im Geschäftsjahr 2008 über 500 Millionen Euro Gewinn erzielt haben. Dies geht laut dem Wallstreet Journal aus internen Aufzeichnungen der Deutschen Bank hervor.

Derzeit laufen Ermittlungen gegen die Deutsche Bank und andere Großbanken, die an der Berechnung des Libor beteiligt waren, wegen des Verdachts der Zinsmanipulation. Laut den Unterlagen konnte das Bankhaus bereits mit kleinen Änderungen am Zinssatz hohe Gewinne abschöpfen. Schon die Änderung eines Hunderstel eines Prozentsatz hätte offenbar einen Gewinn oder Verlust von 68 Millionen Euro bedeutet.

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