6. Februar 2013, 12:58

Besserung in Sicht

Thyssen-Konkurrent Arcelor hat im vierten Quartal zwar harte Abschreibungen hinnehmen müssen, kann aber operativ mit 1,3 Milliarden etwas mehr verdienen als gedacht und liegt damit leicht über den Erwartungen der Analysten. Man rechnet damit, dass das Stahlgeschäft 2013 profitabler wird, was auch Thyssen im DAX mitziehen könnte. Arcelor seinerseits hat wegen geringer Nachfrage schon seit geraumer Zeit nur 16 von 25 Hochöfen in Europa in Betrieb. Doch auch in der „neuen“ Welt läuft nicht alles rund. Der Spieleentwickler Zynga, Anbieter des Facebook-Ablegers Farmville, hat im Schlussquartal mit 311 Millionen Dollar nur genauso viel umgesetzt wie 2011. Damit stagniert das Geschäft, hinzu kommen Verluste von 49 Millionen US-Dollar.

 
Apple im Visier
 
Was macht die Aktie von Apple nach den turbulenten Tagen? Sie zeigt einen Comeback-Versuch. Abzulesen ist dies an der Nasdaq, die gestern deutlich kräftiger steigt als der Dow Jones, nämlich 1,5 Prozent zulegen kann. Apple macht 3,5 Prozent gut, liegt mit 457 Dollar jetzt ein Stück über seinem Jahrestief. Im gestrigen Tagesverlauf testeten die Investoren die Marke von 442 Dollar nach unten, danach konnte der Wert aber deutlich zulegen. Der ganz harte Verkaufsdruck hat sich also gelegt, jetzt gilt es, um 450 Dollar eine Bodenbildung hinzubekommen. Das gleiche versucht übrigens Konkurrent Nokia: Diese Aktie konnte gestern genauso stark zulegen, hier sind es knapp 4 Euro, bei denen ein Zwischenhalt erfolgen sollte.
 
Öl seitwärts, Silber schwächer
 
Zum Handelsbeginn in Europa tendiert Silber heute etwas schwächer. Bei Rohstoffen suchen Investoren momentan die Richtung, daher belässt man Gold mit 1671 Dollar auch dort, wo es seit Tagen zu finden ist. Erstaunlich ist die Entwicklung bei Öl: Es sah schon so aus, als könnte sich der Spread einengen, doch dann erneut die Wende: WTI kostet mit 97 Dollar nun wieder 19 Dollar weniger als Brent mit 116,50 US-Dollar. Heute gibt es um 16.30 Uhr den Ölmarktbericht der Woche. Dieser wird mit entscheiden, ob der WTI-Kurs die 100-Dollar-Marke in Angriff nehmen kann. 

Japan, der Stolz Asiens
 
Wieder einmal zieht die Tokioter Börse in den diesem Jahr die asiatischen Märkte mit nach oben. Mit einem Plus von riesigen 3,8 Prozent klettert der Nikkei auf 11463 Punkte und notiert damit so hoch wie seit September 2008 nicht mehr. Grund war einmal mehr der schwache Yen, jedoch überzeugt auch eine angehobene Gewinnprognose von Toyota. Der Yen liegt zum Euro nun bei 127,11 Yen, zum US-Dollar fällt er auf 93,77 Yen. Die Logik schwacher Yen gleich starker Aktienmarkt in Japan gilt damit weiterhin, dem DAX gibt die Vorgabe immerhin einige Punkte Auftrieb, er notiert bei 7671 Zählern.

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