14. Juni 2012, 16:40

Angst vor einer erneuten Wirtschaftskrise stärkt Position des US-Dollar

Schaut man sich die Entwicklung des US-Dollar gegenüber dem Euro an, erkennt man die neue Stärke der amerikanischen Währung  in den letzten Monaten. Der Euro wertete vom 31. Mai 2011 an, innerhalb eines Jahres zum Greenback knapp 14 Prozent ab. Grund hierfür waren insbesondere die immer wieder aufkochenden Probleme der schuldengeplagten PIIGS-Staaten Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien. Alleine im Mai 2012 verlor das Währungspaar EUR/USD ca. 6,5 Prozent. Die Wahlen in Frankreich und Griechenland, sowie die fatale Situation der spanischen Banken-Branche, ließen die europäische Leitwährung einbrechen. Die US-Wirtschaft konnte dagegen immer wieder mit halbwegs passablen Wirtschaftsdaten punkten und ihrer Währung damit Auftrieb verschaffen.

 

Doch nicht nur der Euro verliert gegenüber dem US-Dollar. Der Australische Dollar muss einen Verlust von knapp 9 Prozent vom 31. Mai 2011 bis zum 31. Mai 2012 hinnehmen. Die Schwedische Krone verliert sogar mehr als 18 Prozent im gleichen Zeitraum. Immer noch wird der US-Dollar in Krisen-Zeiten als sicherer Hafen gesehen. Die Alternative „Gold“ oder andere Edelmetalle stellen für viele Marktteilnehmer, aufgrund der hervorragenden Performance der letzten Jahre, keine Alternative mehr dar. Immer wieder warnen Experten vor einer „Gold-Blase“. Allerdings sollte man in Bezug auf langfristige Prognosen die wichtigste Trader-Regel beachten: „The Trend is your friend“.

 

Charttechnisch – lässt man den Euro einmal außen vor – sieht die Situation schon wieder ganz anders aus. Wertete beispielsweise der Australische Dollar im Hoch von 1989 bis zum Tief im Jahr 2001 noch 46 Prozent ab, konnte er seinen Wert von dort an 132 Prozent bis zum Hoch aus 2011 steigern. In der Region von 0,96 AUD/USD präsentiert sich eine wichtige Unterstützungszone im Primär-Trend, welcher auch aktuell wieder eine große Bedeutung zukommt. Nach einer starken Abwärtsbewegung seit Anfang Februar 2012, erholte sich der Kurs von dieser Zone an um bis zu 4 Prozent. Im vergangenen Oktober fand an dieser Unterstützung sogar ein Rebound von 14,5 Prozent innerhalb eines Kalendermonats statt.

 

Eine Erholung des US-Dollars kann also im „Big Picture“ nur als kurzfristig bezeichnet werden. Aktuell sieht es nicht so aus, als könnte der Greenback die Dynamik entwickeln, um die Schiebezone im Währungspaar AUD/USD zwischen 0,94 und 1,11 US-Dollar nach unten verlassen.

 

 

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