CFD Anleihen

Mit Anleihen CFDs lässt sich ebenfalls auf kurz und langfristige Zinssätze spekulieren. Die meisten CFD Broker bieten den Handel auf den Bund Future, T-Bonds sowie T-Notes als auch den JGB Future an.

CFD’s auf Zinsprodukte

Hier liegt dem CFD eine Anleihe als Basiswert zugrunde. Anleihen sind Zinsprodukte, deren Kurs auf Veränderungen der Zinsen reagieren. Dabei steigt der Kurs einer Anleihe, wenn die Zinsen fallen und der Kurs einer Anleihe fällt, wenn die Zinsen steigen. Die Notierung des Anleihekurses erfolgt in Prozent. Die Kursbewegung der Anleihe multipliziert mit der gehandelten Kontraktgröße ergibt den jeweiligen Gewinn oder Verlust bei der Schließung einer offenen Position. Die Minimum Tick Size (“Kursänderungseinheit”) beträgt 0,01 Prozent.

Der Bund-Future

Bund-Future sind standardisierte, börsengehandelte Finanzinstrumente und gehören zur Familie der Zins-Future. Zins-Future sind Terminkontrakte, die an zahlreichen Terminbörsen gehandelt werden können. In Europa handelt es sich hierbei insbesondere um die Eurex in Frankfurt und die Liffe (London International Financial Futures and Options Exchange) in London.

Als Indikator für die mögliche, zukünftige Entwicklung der Zinslandschaft werden Bund-Future Kontrakte gehandelt, die ebenfalls in Form eines Prozentwertes notieren. Der Prozentwert gibt den Kurs an, den der Käufer bei Fälligkeit des Kontraktes für eine fiktive, langfristige Referenzanleihe zahlen muß, die einen Nominalzinssatz (“Kupon”) von 6 % und einen Nennwert von 100.000 EUR hat. Außerdem muß die vom Verkäufer des Bund-Future zu liefernde Anleihe bei Fälligkeit eine Restlaufzeit zwischen 8,5 und 10,5 Jahren haben.

Long- und Short im Bund-Future

Aufgrund des Zusammenhangs zwischen dem Zinsniveau des Kapitalmarktes und dem Kurs festverzinslicher Wertpapiere ergeben sich unterschiedliche Motivationen und Strategien im Handel von Bund-Future Kontrakten. Marktteilnehmer können sowohl Privatanleger sein, die bewußt auf eine steigende oder fallende Zinslandschaft spekulieren oder professionelle Investoren wie Banken oder Kapitalanlagegesellschaften.

Beispielsweise kann das Zinsänderungsrisiko eines Wertpapier-Portfolios gehedged werden, ohne das Portfolio umschichten zu müssen. Ein Short Hedge ist eine Form der Absicherung, in der eine Short-Position in einem Bund Future Kontrakt gehalten wird. Short-Hedges sind dann sinnvoll, wenn der Absicherer bereits das Asset besitzt und dieses zu einem zukünftigen Zeitpunkt verkaufen möchte. Ein Long Hedge und damit eine Long-Position in einem Bund-Future Kontrakt bietet sich dann an, wenn der Marktteilnehmer das zugrundeliegende Asset in der Zukunft kaufen, und den Kaufpreis bereits jetzt fixieren möchte. Genauso können gleichzeitige Käufe und Verkäufe von Futures unterschiedlicher Laufzeiten geeignet sein, auf ungleichmäßige Verschiebungen entlang der Zinskurve zu spekulieren.

Bund-Future Terminkontrakte stellen weltweit ein sehr wichtiges Instrument dar, um Aussagen über den Verlauf der langfristigen Kapitalmarktzinsen im Euro-Raum zu machen. Neben der Korrelation des Bund-Future zur Zinsentwicklung existieren auch Abhängigkeiten zu Aktienmärkten oder weiteren Asset-Klassen wie Gold oder Rohstoffmärkten.

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