Broker ist nicht gleich Broker

Gastbeitrag von Arkadius Materla von GKFX

Arkadius Materla, Country Executive GKFX

Das Angebot an Forex und CFD Brokern steigt ständig. Gerade in den letzten Monaten haben wir einen regelrechten Run auf die deutschen Trader erlebt. Das sollte doch eigentlich positiv für den Trader sein, denn die Konkurrenz belebt ja bekanntermaßen das Geschäft und zum anderen dürften die Kosten für den Kunden sinken. Kann sich aber diese Kosten-Spirale noch weiter drehen? Geht es denn überhaupt noch günstiger? Oder erhalten die Kunden demnächst sogar den Spread (Handelsspanne) auf Ihre Positionen gutgeschrieben? Wohl kaum!

Was bedauerlicherweise immer häufiger auf der Strecke bleibt, ist die Transparenz. Nicht wenige Broker locken mit guten Konditionen, geringen Spreads, und und und ? Allerdings ist das lange nicht das einzige Kriterium, auf das sich der Kunde ?festnageln? lassen sollte.

DENN – Was bringt es, wenn der Trader für ein CFD auf den Deutschen Leitindex 1 Punkt Spread bezahlt, aber ständig lästige und ineffiziente Requotes (neue Kursnotierungen) erhält? Oder wenn der Finanzierungssatz des Brokers für Über-Nacht-Positionen über dem Durchschnitt liegt? Was hilft es, wenn es zwar keine Mindesteinlage für den Kunden gibt, aber auf der anderen Seite keine Minikontrakte angeboten werden? Sie ahnen es wahrscheinlich schon, rein Garnichts! Schade eigentlich, denn gerade diese Eigenschaften sollten doch Forex und CFD Tradern Vorteile gegenüber dem Handel von klassischen Derivaten verschaffen.

CFDs neu erfinden ? Wieso eigentlich?! Es gibt meiner Meinung nach keinen nachvollziehbaren Grund dafür, diese Produkte neu zu erfinden. Vielmehr sollte man zu den Wurzeln zurückkehren und diese Instrumente wieder mit den Eigenschaften ausstatten, die sie überhaupt so beliebt gemacht haben – Transparenz und kleine Stückelung der Kontrakte. Denn ohne diese Eigenschaften verlieren CFDs immer mehr Anhänger und Ihren eigentlichen Sinn. Paart man die oben genannten Charakteristika darüber hinaus mit einer hohen Ausführungsqualität, dürften CFDs schnell ihr großes Comeback erleben und für viele Trader wieder zum Lieblingsderivat aufsteigen.

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